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Konzert-Bericht

Gamma Ray & Paragon

Babylon, München 27.10.2002

Eine nette Idee, die ruhig Schule machen dürfte war diese "Skeletons In The Closet" Tour. So durften die Fans ein paar Monate vorab auf der Gamma Ray Homepage ihre persönliche Setlist, bestehend aus 15 Titeln wählen. Und zwar bevorzugt Songs, die noch nie oder nur selten live gespielt wurden. Natürlich habe auch ich fleissig abgestimmt, und frecherweise noch ein paar Helloween Nummern mit reingeschmuggelt ;-)

Aber erst einmal waren Paragon an der Reihe, auf die sich sicherlich auch einige gefreut haben dürften. Mit dem starken "Law Of The Blade" Album im Rücken steht die Band eh auf der sicheren Seite. Allerdings alles andere als sicher war die Gesangsleistung von Sänger Andreas "Buschi" Babuschkin. Bislang konnte ich die vielfache Kritik an seinen Qualitäten nicht ganz nachvollziehen, da er auf den Alben eigentlich immer recht passabel klang. Speziell der Track "Back To Glory" wurde von einigen im Publikum sicherer intoniert als vom Leadsänger der Hamburger Power Metaler selbst. Dennoch bleiben Songs wie "Across The Wastelands" oder "Armies Of The Tyrant" absolute Mördergranaten. Für mich war der Höhepunkt des Konzerts eindeutig das Stück "New Dark Age", das live noch deftiger als auf dem "Steelbound" Longplayer rüberkam. Die Publikumsresonanzen darf man für eine Vorband als überdurchschnittlich bezeichnen. Die Band war nicht so stark wie ich erwartet hätte, aber trotzdem noch gut genug um anschliessend mit zersausten Haaren und nem Grinsen im Gesicht erstmal den Weg ins Freie zu suchen.

War der Sound bei Paragon schon recht transparent, staunte ich nicht schlecht, als die ersten Takte von Gamma Ray glasklar und druckvoll aus den Boxen tönten. Ich hab selten so einen guten Livesound gehört. Zumindest bei mir gabs anfangs dennoch erstmal ein langes Gesicht, da ich nicht damit gerechnet hätte, dass soviel Material von den "Somewhere Out In Space" und "Poweplant" Alben zum Zuge kommt. Wahrscheinlich sind die Fans der ersten beiden Alben zu alt für das Internet, anders kann ich mir die Setlist nicht erklären. Von "Insanity & Genius" wurde beispielsweise nur das altgediente "Last Before The Storm" gespielt, dabei hatte das Album wirklich einiges mehr zu bieten. Und wer damit gerechnet hat zwei bis drei vergessene Helloween Perlen dargeboten zu bekommen, der musste sich mit "Victim Of Fate" zufriedengeben.
Es war ja im Prinzip kein schlechtes Konzert. Nicht ein Spielfehler, perfekter Sound, ein grossartiger Kai Hansen am Gesang, das obligatorische Drum Solo - alles was man kennt und mag. Nur nicht das, was man nicht erwartet hätte. Und unter diesem Motto sollte diese Tour eigentlich laufen. Der allgemeinen Stimmung nach zu urteilen war es gut, so wie es war, aber aus der Sicht eines alten Fans enttäuschend.

David

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