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Konzert-Bericht

Immolation, Melechesh, Goatwhore & Sickening Horror

Shadows Of The Emissaries' Curse

Metropolis, München 15.03.2008

Ah, mal wieder Samstag und mal wieder ein Konzert, bei dem ich nicht fehlen darf, geben sich doch immerhin Immolation samt Support im Metropolis die Ehre. Mal wieder ein Event, bei dem ich schon im Vorfeld Bauchschmerzen ob des Zuschauerzuspruches bekommen habe, denn ein gutes Gefühl hatte ich dabei nicht. Immerhin war ja auch das Dismember-Konzert wenige Wochen zuvor an gleicher Stelle alles andere als ausverkauft und die heutige Packung ist dann noch etwas weniger massenkompatibel als die schwedische Todesbleinummer. Und so viel schon mal vorweg: Die Bauchschmerzen waren nicht unbegründet.
(Hannes)

Den Anfang machten die drei Griechen von Sickening Horror, der früheren Heimat von Nile-Fellgerber George Kollias. Sehr komplex war der Death Metal, den die Herren da ablieferten, technisch sehr anspruchsvoll und gespickt mit unzähligen Breaks. Das war eigentlich die ideale Einleitung, denn stilistisch passte der Sound perfekt zum Headliner. Aber da gab es dann doch ein kleines Problem: Die etwa 20-25 Anwesenden (von denen noch nicht mal alle zahlende Gäste waren)! So gut die Mucke auch klang, richtige Konzertstimmung sieht anders aus. Das ist weder ein Vorwurf an die Band, die sich alle Mühe gab, dem spärlich vorhandenen Publikum einzuheizen noch eine Rüge an die Anwesenden, denn die Musik wurde durchaus positiv ausgenommen. Aber für echte Bombenstimmung war die Bude einfach viel zu leer. Allerdings war es auch keine Begräbnisatmosphäre, denn trotz leerer Ränge schafften es die paar Leute vor der Bühne, der ganzen Sache etwas Positives abzugewinnen und den Auftritt des Openers mit zumindest ein wenig Applaus und dem ein oder anderen geschüttelten Haupt zu belohnen. Mir zumindest hat's gefallen.
(Hannes)

Es folgt ein weiteres Novum auf deutschen Bühnen: Goatwhore. Die Amis konnte man hierzulande nur auf Plastik genießen und so war ich sehr erfreut, dass die Jungs den Supportslot bekommen haben. Geboten wird eine Mischung aus Death und Black Metal. Auch optisch bekommt man Einiges geboten; der Sänger springt und läuft über die Bühne wie von der Tarantel gestochen. Aber auch die Saitenfraktion besticht durch einen Rob-Halford-trifft-Kerry-King-Look. Der Sound ist erstaunlich klar und knackig, so dass dem Headbangen nicht im Wege stehen dürfte. Doch bei den paar Hanseln vor der Bühne sieht die Sache etwas mickrig aus und außerdem kennt kaum einer der Anwesenden Material der Amis. Dennoch gefällt dem Publikum die Musik und Goatwhore werden mit viel Beifall bedacht. Nach einer halben Stunde ist das Ganze auch vorbei und Goatwhore werden mit Applaus von der Bühne verabschiedet.
(Basti)

Plötzlich verwandelt sich das Metropolis in eine feuchte Hippie-Achselhöhle, denn Melechesh, Jerusalems bester Export seit Jesus, nebeln uns mit Räucherwerk ein und wir sabbern uns voll. Schlürf! Nach einem instrumentalen Intro fegt uns der Eröffnungstrack des 2003er-Albums Sphynx den Wüstensand aus der Birne. Das Set ist gut gewählt und stammt hauptsächlich von oben erwähntem Album sowie Emissaries, dem neuesten Release. Einziger Wermutstropfen ist, dass der Gesang von Fronter Ashmedi anfangs leider etwas krächzig und dünn rüberkommt. Die Fans stört das nicht, vor der Bühne rotieren Hüfte und Haupthaar, anscheinend ist das Publikum mit dem sperrigen Material vertraut. Obwohl immer noch wenig Zuschauer da sind, spielen Melechesh eine motivierte Show, die ruhig länger als eine Dreiviertelstunde hätte dauern können.
(Fabian)

So fand der Headliner eine trotz der dünnen Personaldecke gar nicht schlecht gelaunte Zuhörerschaft vor, die nach dem Material der Amerikaner dürstete. Nachdem die "Menschenmenge" vor der Bühne mittlerweile auf (vorsichtig geschätzt) stattliche 50 Personen angewachsen war, kam beim Auftritt von Immolation nun wirklich ein ganz klein wenig Konzertstimmung auf. Das lag aber nicht nur an der nun fast schon unüberschaubaren Horde vor der Bühne (wer die Ironie in dem Satz findet, darf sie behalten), sondern ganz klar am der packenden Performance der Band, allen voran natürlich Fronttier Ross Dolan, dessen Bühnenpräsenz schon fast beängstigend ist. Dabei hatte ich schon Angst, dass sein Instrument den Auftritt nicht überleben würde, so heftig wurden die Stahltrossen von ihm beackert. Als besonderes Schmankerl empfand ich dazu die sehr ruhige und entspannte Art von Saitenhexer Robert Vigna, dessen technische Darbietung doch den ein oder anderen mit der Zunge schnalzen ließ. Die Show der New Yorker gewann durch diese zwei entgegengesetzten Pole deutlich an Spannung und Atmosphäre, was sie zu einem immens unterhaltsamen Auftritt werden ließ. Geboten wurde dabei Liedgut, welches fast das komplette Repertoire der Band abdeckte, es dürften also alle Geschmäcker gleich gut bedient worden sein. Doch, das hat mir verdammt gut gefallen, gar kein Vergleich zum Auftritt auf dem Summer Breeze 2007, der doch ziemlich an mir vorbei gegangen war. Zugabe gab's leider keine, aber irgendwie war das auch abzusehen, dazu waren dann doch zu wenig Leute da, von denen eh keiner nach einer Zugabe brüllte. Trotzdem war das ein würdiger Headliner-Auftritt, so lobe ich mir das.
(Hannes)

Tja, immens schade, dass wirklich nur eine Handvoll Metalheads den Weg ins Metropolis gefunden hatten, vielleicht sollte man für solche Events doch ein wenig mehr die Werbetrommel rühren. Trotzdem war es meiner Meinung nach eine gute Show von vier Bands, bei denen kein Ausfall zu verzeichnen war. Vielleicht können sich ja beim nächsten derartigen Konzert ein paar Leute mehr aufraffen, zu wünschen wäre es sowohl den Bands als auch dem Veranstalter, aber auch den Gästen, die dann eher in den Genuss von Konzertatmosphäre kommen würden.
(Hannes)

Hannes und Basti wurden unterstützt von Fabian.

Setlist Melechesh:
Intro
Of Mercury And Mercury
Leper Jerusalem
Bass And Drum Intro
Deluge Of Delusional Dreams
Ladders To Sumatra
Apkallu Counsel
Triangular Tattvic Fire
Rebirth Of The Nemesis
Outro

Basti & Hannes

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