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Konzert-Bericht

The Black Dahlia Murder, Job For A Cowboy & The Red Chord

Metal Blade 25th Anniversary Tour

Backstage, München 04.12.2007

Kennt ihr das, wenn ihr zwar keine bestimmten Erwartungen an den Abend habt, aber alles so butterweich läuft, dass es schon fast unheimlich ist? Passiert zwar nicht häufig, aber wenn es dann mal geschieht, ist es umso erfreulicher. Und genau das ist mir am 04.12. im Backstage widerfahren!
Gefreut hatte ich mich eh schon auf den Gig, denn die beiden Scheiben von Job For A Cowboy und The Red Chord haben bei mir durchweg positiv eingeschlagen. Außerdem hatte ich Job For A Cowboy und Black Dahlia Murder schon live gesehen und beide Male ging der Auftritt ein wenig an mir vorbei, deswegen wollte ich wissen, ob's an den Bands lag oder an mir oder gar den damaligen Umständen. Einlass 19:00 Uhr, Beginn 20:00 Uhr bedeutet beim Backstage aufgrund zahlreicher Erfahrungen, dass es sinnvoll ist, tatsächlich schon um 19:00 Uhr aufzuschlagen, man will ja nichts verpassen. Also war ich rechtzeitig vor Ort und da gab's für mich auch schon die erste Überraschung: 20 Euronen Abendkasse! Das kam mir doch schon recht deftig vor für drei Bands, die immerhin eher im Randspektrum des Metals anzusiedeln sind. Macht ja pro Band immer 6,66 Euro, im Vergleich dazu war das Six Feet Under-Konzert am Samstag davor mit sechs Euro pro Band günstiger und da waren auch noch die bekannteren Namen am Start (vom Wochenendtermin ganz zu schweigen). Kurzes Nachdenken über die Situation: Relativ teuer, nur drei Bands, in der Halle (nicht im Club) und das am Dienstag (nicht am Wochenende), ob da viel Zuschauerzuspruch zu erwarten ist? Nun, so viel vorweg: Die Rechnung des Veranstalters ging auf, das Backstage war zu etwa drei Vierteln gefüllt, genau richtig, um Stimmung aufkommen zu lassen, ohne erdrückt zu werden. Da muss ich ein ganz deutliches Lob an den Veranstalter aussprechen! Und auch die alte Krankheit des viel zu frühen Beginns gehört wohl langsam der Geschichte an, der Gig begann nämlich pünktlich.

Und zwar mit The Red Chord. Noch bevor der erste Ton aus den Boxen schallte, bat Frontmann Guy die Anwesenden, doch den Freiraum direkt vor der Bühne zu nutzen und nicht im hinteren Bereich der Halle "rumzulungern". Und dann ging's los und zwar fett! Ein energiegeladener Auftritt, wie ich ihn schon lange von keinem Opener mehr erlebt habe. Geil ist genau das Wort, das hier Anwendung finden muss! Zugegebenermaßen hatte ich einen Vorteil gegenüber der Mehrzahl der Anwesenden, da ich das aktuelle Album der Band recht gut kenne und das bei der doch recht komplexen Musik der Bostoner recht hilfreich ist. Aber auch die "Unwissenden" wurden anscheinend recht gut unterhalten, Konzertatmosphäre war vom ersten Ton an vorhanden. Die Bühnenshow des Fünfers war so energiegeladen, wie man es sich nur wünschen kann, der Sound war heftig und druckvoll, Spielfreude allerorten. Was will man mehr? Gar nichts, das war einfach nur geil! Aber, so schön es auch war, natürlich ging dieser Auftritt auch mal zu Ende und fünf Minuten später waren dann Job For A Cowboy an der Reihe.

Und im Gegensatz zum Gig im Sommer konnten mich die Herren aus Arizona mit ihrem Auftritt völlig überzeugen. Der Sound war immer noch allererste Sahne, die Songauswahl überzeugend, die Show mitreißend, auch für diese Performance gibt's von mir die Höchstnote! Im Publikum war natürlich noch mehr los als beim Opener, immerhin waren die Leute ja schon aufgeheizt und das Material von Job For A Cowboy ist auch ohne eingehendere Kenntnis desselben immer nachvollziehbar. Der Hauptanteil der Stücke wurde natürlich vom Material des aktuellen Albums bestritten, aber auch die Doom-EP wurde nicht vergessen, Abwechslung war also auch gegeben. Ganz feiner Auftritt, der vom dankbaren Publikum auch entsprechend gewürdigt wurde. Wenn das so weiter geht, habe ich ja gar nix zu meckern, das kann doch nicht sein?!

Nach diesem Auftritt war's aber dann an der Zeit für den Headliner. Und auch hier muss ich ganz deutlich sagen, dass dieser Auftritt kein Vergleich zum Gig auf dem Summer Breeze war, der ziemlich an mir vorbei gegangen war. Toller Sound, eine spielfreudige Band, launige Show, starke Songs und ein Publikum, das abging wie ein 80er Rettich. Durchgehend Party war das Motto des Auftritts (ok, eigentlich des ganzen Abends) und das war auch gut so. Einzelne Songs besonders hervorzuheben spare ich mir an dieser Stelle, dazu war der Gig einfach durchgehend zu gut und konsistent.

Kurz vor 23:00 Uhr war dann aber auch diese Show zu Ende, es blieb noch ein wenig Zeit, den Merch-Stand zu plündern (die Preise waren mit 15 Tacken fürs T-Shirt angemessen) und sogar noch ein kleines Pläuschchen mit Guy von The Red Chord zu halten, dann hieß es: Ab nach Hause. Zusammenfassend bleibt mir nur noch, allen Beteiligten meine Hochachtung auszudrücken: Die Bands für ihre Performance (die waren alle klasse), dem Publikum für die rege Beteiligung, dem Veranstalter für die tolle Packung (sehr gut zusammenpassend) und die geschickte Auswahl der Location sowie dem Team vor Ort für den starken Sound. So und nicht anders hat ein rundum gelungenes Konzert auszusehen!

Hannes

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