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Konzert-Bericht

Negura Bunget, Dark Fortress & Odem Arcarum

Titanic City, München 11.11.2005

Gerade noch eben im Urlaub auf der grünen Insel, nun wieder auf dem Boden der harten Realität gelandet. Und nach so viel Grün war es wieder an der Zeit, sich der dunklen Seite der Musik zu widmen. Und was wäre da passender, als ein schwarzmetallischer Abend im Titanic City? Eben, nix!!!

Den Beginn machten vor ca. 40 - 50 Anwesenden die deutschen Odem Arcarum, die sich in knapp 40 Minuten Spielzeit durch die Botanik holzten. Dabei fand keinerlei Konversation mit dem Publikum statt, kein "Hallo", kein "Wir sind...", kein "Der nächste Song..." und auch kein "Das war's". Dafür ließen sie die Musik sprechen. Und das recht deutlich. Da ich bislang mit den musikalischen CD-Ergüssen nicht vertraut bin, kann ich leider auch nicht sagen, welche Songs denn nun genau gespielt wurden. War den Anwesenden aber auch fast egal, denn aufgrund der Intros zwischen den Songs, die nahtlos ansetzten, blieb den Fans eh kaum Gelegenheit, Applaus zu spenden. Eine Handvoll Banger fand sich ebenfalls vor der Bühne ein, um dem schnellen und teils vertrackten Black Metal haareschüttelnd zu frönen. Ein guter Gig, wenn auch die Bühnenpräsenz etwas agiler hätte ausfallen können. Am Ende gab's dann den verdienten Applaus.

Dann wurde es recht voll vor der Bühne, kein Wunder auch, denn schließlich standen die Landshuter Dark Fortress auf eben dieser. Und plötzlich war auch eine Menge los, sowohl vor als auch auf der Bühne. Überall flogen die Haare und die Band hatte wohl auch ihren Spaß daran. Die Setlist zog sich durch die bisherige Schaffensperiode der Band, von alt bis neu war alles geboten, wobei das Hauptaugenmerk auf dem neueren Material lag. So gab es auch einen neuen Song vom nächsten Album vorab zu hören, der auf ein weiteres schwarzmetallisches Highlight aus unserem Bayern hoffen lässt und dankbar von den Fans aufgenommen wurde.
Überhaupt war die Stimmung zu diesem Zeitpunkt wirklich prächtig, so dass man meinen hätte können, der Headliner stünde bereits auf der Bühne. Dark Fortress legten sich auch gut ins Zeug, boten eine solide Show mit viel Bewegung. Doch leider war das Vergnügen nach rund 50 Minuten schon wieder vorbei. Zum Abschluss gab's dann noch die Coverversion von Emperor's "I Am The Black Wizards", bevor die Band mit viel Beifall und Gegröle verabschiedet wurde.

Die Rumänen Negura Bunget stehen für Black Metal der etwas anderen Art. Das merkte man auch bereits beim Bühnenaufbau, denn allerlei "untypische" Instrumentierung wurde da aufgefahren, von einer Art Xylophon über ein Holzbrett bis hin zu einer Art Horn. Mit etwas Verspätung im Zeitplan ging es dann auch mit dem teils folkigen Black Metal los. Die Songs wurden in ihrer Landessprache vorgetragen, deren ich nicht mächtig bin. Aber egal, auch auf englisch hätte man die gekreischten Worte kaum verstanden. Zu Beginn eines jeden Songs wurden ein paar erklärende Sätze zum Besten gegeben, aber letztendlich drehte sich eh alles um Transsylvaninen. Leider war zu diesem Zeitpunkt weniger los als noch bei Dark Fortress, trotzdem fanden sich ausreichende Banger vor der Bühne ein. Von diesen wurde dann auch großes Durchhaltevermögen verlangt, denn Negura Bunget schreiben wahrlich keine kurzen Songs. Da war ordentliches Nackentraining angesagt. Der Wechsel zwischen den ruhigeren, folkigeren Parts und der schwarzmetallischen Raserei gefiel nicht nur mir sehr gut, wenn auch die ungewöhnliche Instrumentierung neben den E-Gitarren im Sound etwas unterging, so war z.B. das Xylophon stellenweise kaum bis gar nicht zu hören. Auf CD kommen diese Parts bestimmt um einiges besser und klarer rüber. Jedenfalls gefiel es den Fans, was man am zahlreichen Beifall zwischen den Songs erkennen konnte. Auch die Band zeigte sich engagiert, wer nicht gerade mit einem Instrument beschäftigt war, bangte zur Unterstützung. Ein solider Gig, mit dem sich die Rumänen bestimmt den ein oder anderen neuen Fan geschnappt haben.
Nach einer kurzen Zugabe war dann aber um halb zwölf dann endgültig Schicht im Schacht und auch ich trollte mich dann langsam heimwärts zu meiner Koje.

Ray

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