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Konzert-Bericht

Droon & Vairochana

Keller, München 25.06.2003

Zum vorletzen Mal präsentierte uns der Keller die "Slacker Lounge", bevor's dann in zwei Wochen in die wohlverdiente Sommerpause geht.

Und auch diesmal spielten wieder zwei Bands, diesmal getreu dem Motto: "Je schlechter die Vorband, desto besser die Hauptband". Naja, zumindest fast...
Den Auftakt bildete die offensichtlich junge Münchener (Nu-)Metalcore Band "Vairochana". Ich weiss, ich weiss, jung bedeutet ja nicht unbedingt schlecht, siehe Children Of Bodom, die haben auch im zarten Alter von 17 Jahren das Hammeralbum "Something Wild" eingespielt. Ok, ok, aber der Vergleich hinkt ein wenig, da Vairochana in ne ganz andere Kerbe hauen und es ausserdem isses eine Beleidigung für COB ist, mit eben jener Band verglichen zu werden.
Wie auch immer, Vairochana gaben sich Mühe, wollten was bieten, sprangen oft synchron auf der Bühne herum, stimmten und hängten ihre Gitarren bis zum Boden, wirkten aufgesetzt und kein bisschen spontan, die Songs waren simpel und einfallslos und man konnte sie nicht so wirklich voneinander unterscheiden, was das Ganze doch ein wenig monoton werden liess, weshalb ich mich vorzeitig aus dem Staub machte und mich gemütlicherweise einem frischen Weissbier im Biergarten widmete. Prost!

Kurze Zeit später machten dann "Droon", ebenfalls aus München, ihre Sache schon um einiges besser. Ihr melancholischer Rock kam auch beim Publikum besser an und wurde dementsprechend honoriert. Die Songs waren zwar um einiges ruhiger als noch bei Vairochana, traten aber dennoch um einiges mehr Hintern und wirkten durchdachter und reifer. Irgendwo erinnerte mich die ganze Sache an ne Mischung aus Pyogenesis, U2 und Pearl Jam. Dabei bestachen die Lieder vor allem durch den variablen und immer wieder bitter-süssen Gesang und den ebenfalls bitter-süssen Gitarrenharmonien, die zwischendrin immer wieder von härteren Passagen aufgelockert wurden.
Gar nicht mal so schlecht, "Droon" sollte man sich merken, während man "Vairochana" noch ein paar Jahre reifen lassen sollte, vielleicht wird ja noch was draus.

Lord Obirah

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