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Konzert-Bericht

Running Wild & Rebellion

Zeppelinhalle, Kaufbeuren 24.03.2002

Ich muss zugeben, besonders viele Erwartungen hatte ich bezüglich Running Wild nicht, und so beschränkte sich meine Vorfreude auf die Quasi-Newcomer von Rebellion. Und die legten auch gleich mit dem Albumopener "Disdaining Fortune" los. Da das Album zu dem Zeitpunkt noch nicht auf dem Markt war, verwunderte es mich doch, wieviele sofort den "Hail McBeth" Schlachtruf anstimmten, der die erste Strophe des Songs einleitet. Natürlich sah man aber ebensoviele neugierige Gesichter, die mit dem Material noch nicht vertraut waren, und vorerst dementsprechend zurückhaltend mit der Zehenspitze wippten. Doch mit der Zeit gelang es der Band, nicht zuletzt wegen einem charismatischem Frontman, und einem überschwenglich gut gelauntem Tomi Göttlich am Bass, das Publikum mitzureissen. Am meisten wurden selbstverständlich die Songs aus der Grave Digger Ära abgefeiert, "William Walace", und im insbesonderen "Rebellion".

Als Rebellion mit ihrem sehr ordentlichen Gig fertig waren, rückten die Reihen langsam nach vorne, und man wartete gespannt auf Running Wild. Diese liessen sich nicht lumpen, und stiegen nach einer äusserst kurzen Umbaupause mit fettem Pyrogeballere und dem Song "Welcome to Hell" ein. Das darauf gleich der Klassiker "Bad to the Bone" folgte, war natürlich ein geschickter Schachzug vom, sich derzeit im Kreuzfeuer der Metalpresse befindenden, Oberpirat Rock 'n Rolf.
So schlecht der ein oder andere die letzten vier Scheiben auch finden mag, verstehen es Running Wild dennoch eine grandiose Liveshow zu zelebrieren, was darauf zurückzuführen ist, daß man sich entschieden hat hauptsächlich ganz neue Stücke und ganz alte Stücke zu spielen. So war leider von meinem persönlichem Lieblingsalbum "Black Hand Inn" nur der Song "Soulless" vertreten. Dafür gab es mit z.B. "Lead or Gold", "Blazon Stone", "Prisoners of our Time", "Under Jolly Roger" die Vollbedienung an Klassikern. Ein nach wie vor sehr agiler Rolf Kasparek drehte wieder seine Pirouetten, daß es wahrlich eine Freude war, und auch der Ex-Angel Dust Gitarrist Bernd Aufermann legte einen Marathon auf der Bühne zurück und war ständig in Bewegung. Etwas zurückhaltend und lustlos schien mir hingegen Basser Peter Pichl, der mehr oder weniger mit selbstverliebtem Lächeln auf sein Griffbrett starrte.
Bleibt noch zu erwähnen, daß ich selten so einen transparent gemischten Sound erleben durfte. Sowohl bei Rebellion, als auch bei Running Wild war alles klar und deutlich zu vernehmen, und auch der Lautstärkepegel war in einem guten Mittelmass angesiedelt.

David

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