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Interview

Interview mit Ghost Machinery (03.12.2004)

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Logo Ghost Machinery

Ghost Machinery aus Finnland haben mit ihrem Erstling Haunting Remains im Herbst dieses Jahres einen fulminanten Start hingelegt. Zwar sind die Jungs nicht mehr ganz neu in der Szene - Bandleader und Interviewpartner Pete Ahonen führt die ebenfalls erfolgreichen Power Metaller um Burning Point an - dennoch bestechen Ghost Machinery mit erfrischendem Sound und eigensinnigem Stil. Heavyhardes hat sich Pete vorgeknöpft und ihm ein paar Details zu seinem neuen Projekt entlockt - zum Beispiel, dass er Ghost Machinery gar nicht gern als Power Metal Band sieht. Und dass Haunting Remains schon bald einen Nachfolger bekommen wird...

HH: Zunächst mal herzlichen Glückwunsch zu eurem gelungenen Erstlingswerk, Haunting Remains. Vielleicht stelltst du dich und deine Leute von Ghost Machinery kurz vor.

Pete: Ich bin Pete Ahonen, der Sänger und Gitarrist. Dann ist da Jusi Ontero, der an den Drums sitzt und last but not least, Tapsa Pelkonen, unser Bassist.

HH: Pete, du bist ja nicht nur der Kopf von Ghost Machinery, sondern auch Mitglied der Band Burning Point, die schon länger existiert und ebenfalls erfolgreich ist. Ich habe gehört, du hattest für Burning Point Songs geschrieben, die nicht zum Stil der Band passten - und daraufhin hast du einfach eine neue Band gegründet?

Pete: Eigentlich war es so, ja. Ich hatte einige Songs, die für Burning Point zu melodisch waren und so entstand die Idee zu einer neuen Band.

HH: Worin besteht der Unterschied zwischen Burning Point und Ghost Machinery?

Pete: Ich denke, der Stil von Burning Point ist aggressiver als der von Ghost Machinery. Meine Art, die Songs für beide Bands zu schreiben, ist auch total unterschiedlich. Wenn ich für Burning Point schreibe, habe ich zu allererst die Gitarrenparts im Kopf, bei Ghost Machinery ist es das Keyboard. Das soll jetzt bloß nicht bedeuten, dass Ghost Machinery so eine Art Pop Metal werden soll - aber der Sound wird einfach mehr durch orchestrale Elemente unterstützt und eben durch Keyboards.

HH: Gehen wir mal ein bisschen näher auf den Stil von Ghost Machinery ein: wie würdest du den Hang zum Neoklassischen beschreiben?

Pete: Die Leute von Sound Riot wollten mit uns ein Genre entwickeln, dass den Hörern eine bessere Vorstellung davon geben könne, wer wir eigentlich sind. Aber wenn man Haunting Remains kennt, ist es schwierig, uns mit einem Etikett zu versehen, da die Varietät der Songs so groß ist. Ich würde mich also ungern festlegen, auch nicht als eine Power Metal Band, eher noch eine Melodic Heavy Metal Band. Das ist dann auch schon der ganze Zauber um das neoklassische Element.

HH: Ich würde aber schon sagen, dass mit Ghost Machinery ein wenig Innovation in der Power/Melodic-Szene angekommen ist. Ist Haunting Remains nicht doch Teil einer neuen Metal -Generation, die da aus Skandinavien zu uns rüberschwappt?

Pete: Naja, da wir uns nicht als typische Power Metal Band verstehen, kann mein oberstes Ziel nur sein, gute Metal Songs zu schreiben. Man setzt sich ja nicht hin und sagt sich: so, jetzt mache ich mal eine Ballade oder einen epischen Track... was ich schreibe, kommt direkt aus meinem Herzen.

HH: Dann erzähl mehr über Haunting Remains. Was bedeutet eigentlich der Titel des Albums?

Pete: Mit dem Titel ist eigentlich nur gemeint, dass es etwas gab, das mich lange Zeit gejagt und angetrieben hat und nun ist endlich ein Album daraus geworden... eigentlich steckt da keine tiefere Bedeutung dahinter.

HH: Ihr habt ja mit "Out In The Fields" ein Gary Moore-Cover auf dem Album. Gibt es da noch mehr Vorbilder für euch, an denen ihr euch zwar nicht orientiert, aber die euch inspirieren?

Pete: Es gibt so viele gute Bands und Musiker, sie alle aufzuzählen würde ein Leben lang dauern. Aber einer der größten Einflüsse, die mein Leben bereichert haben, kommt von unserem lieben Nachbarland Schweden, nämlich Yngwie Melmsteen!! Außerdem mag ich all den 80er Jahre Kram, wie Accept, Judas Priest, Europe, Helloween etc. Und ich mag aber auch neuere Sachen, zum Beispiel At Vance, Edguy, Kemlot, Nocturnal Rites, Dream Evil... um nur einige von ihnen zu nennen.

HH: Man stellt sich bei jemandem, der mehr als ein Musikprojekt hat, doch immer die Frage: Hat der nichts anderes zu tun, als dauernd neue Bands zu gründen?! Musst du nicht auch mal arbeiten?

Pete: Bis jetzt hatte ich noch keine Probleme damit. (lacht) Es kommt nur darauf an, wie man sich seine Zeit einteilt. Ich habe zwar auch einen richtigen Job, aber der Grund, warum ich immer Zeit für meine Bands habe ist der: Ich liebe es, neue Songs zu schreiben, und ich liebe es, live zu spielen! Ich liebe Heavy Metal!

HH: Als ich vor ein paar Jahren durch Finnland gereist bin, konnte ich mir richtig vorstellen, dass Heavy Metal in seiner Reinform nur von dort kommen kann. Inspiriert dich deine Heimat und die Landschaft dort eigentlich genauso oder sieht man das gar nicht mehr so verklärt, wenn man selbst dort wohnt?

Pete: Natürlich hole ich mir viele Anregungen durch die Umgebung ringsum. Die Songs tragen mein Leben in sich, aber sie sind nicht mein Leben. Das sind nur ein paar Sätze hier und einige von da und die kombiniere ich und fülle sie mit total fiktiven Dingen und Ereignissen aus.

HH: Soweit ich das zumindest vom deutschen Markt her beurteilen kann, habt ihr durchwegs sehr gute Kritiken zu Haunting Remains bekommen. Auch wenn es noch ein wenig früh ist, das zu fragen, aber habt ihr euch schon mal Gedanken darüber gemacht, dass es schwer werden könnte, dieses Album zu toppen?

Pete: Ja, die Reviews waren bisher exzellent, und zwar auf der ganzen Welt und das ist toll!! Ich will ja nicht zu viel verraten, aber das zweite Album ist bereits geschrieben. Und es wird definitiv in den Arsch treten!

HH: Nun, dann kann man ja nur noch hoffen, dass ihr bald auch mal nach Deutschland kommt. Gibt es denn schon Pläne für eine Tour?

Pete: Wir denken natürlich darüber nach, aber es steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts Konkretes fest. Schaut immer mal wieder auf unsere Homepage, wir halten euch auf dem Laufenden. Und ihr könnt sicher sein, wenn wir auf Tour gehen, steht Deutschland ganz oben auf unserer Liste! Germany rocks!!

HH: Jetzt kannst du noch alles loswerden, was du bisher nicht unterbringen konntest.

Pete: Geht raus und kauft unsere CD, ihr werdet so viel davon haben! Unsere Platte gibt euch mehr als jedes andere durchschnittliche Power Metal-Album, da könnt ihr sicher sein!

HH: Ok, dann mal los. Vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast, mit uns zu sprechen.

Pete: Dank zurück.

Liz

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