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Interview

English VersionInterview mit Karmakanic (04.12.2008)

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"Who's The Boss In The Factory?" Wir wissen's: Karmakanic-Chef Jonas Reingold, dem wir ein paar Löcher in den Bauch gefragt haben.

HH: Karmakanic haben mit Who's The Boss In The Factory eine weitere gute Platte veröffentlicht. Gratulation! Wie sind die bisherigen Reaktionen?

Jonas: Danke, bis jetzt sind die Reviews und die Rückmeldung insgesamt einfach großartig. In meinem ganzen Leben habe ich noch nie so viele gute Reviews über eine von mir produzierte Platte gelesen. Ich bin überwältigt.

HH: Bei Who's The Boss In The Factory werden einige Leute sagen: "Oh mein Gott, schon wieder eine Schwedenprog-Scheibe. Haben wir nicht genug davon? Weshalb sollten wir Who's The Boss In The Factory kaufen?"

Jonas: Weil ich glaube, dass Karmakanic einen einzigartigen Sound haben, jazzig, teilweise progressiv aber auch traditionelles Songwriting, bei dem wir uns einfach nur auf gute Melodien konzentrieren. Ich denke auch, dass wir mit die besten Musiker auf dem Platz haben und das allein macht die Sache hörenswert.

HH: Du hattest wieder einmal Gastauftritte hochklassiger Musiker, ganz abgesehen vom harten Kern der Band. Welchen Einfluss hat das auf den Songwriting- und Aufnahmeprozess? Ist es schwieriger, sich mit Profis zu einigen, als mit weniger fähigen Bandmitgliedern?

Jonas: Ich würde sagen, je mehr Talent sie haben, desto leichter ist es, mit ihnen zu arbeiten. Der Grund dafür ist, dass ein guter Musiker seinen eigenen Part findet, wo ein weniger begabter Hilfe braucht. Ich stelle die Grundstruktur des Songs, der Rest liegt bei denjenigen, die ihn spielen.

HH: Während euer erstes Album deiner Hauptband, den Flower Kings, sehr ähnlich war, zeigen seine Nachfolger Wheel Of Life und nun Who's The Boss In The Factory eine Entwicklung in eine andere Richtung. Denkst du, dass ihr schon den charakteristischen Karmakanic-Stil gefunden habt?

Jonas: Das hoffe ich. Ich denke wir haben bereits einen typisch "karmakanischen" Sound.

HH: Auf Karmakanics Debüt Entering The Spectra wurden die Songs durch einen Plot verknüpft. Wo ist der rote Faden von Who's The Boss In The Factory? Hattest du beim Schreiben des Albums eine Art von Konzept? Was hat dich inspiriert?

Jonas: Es gibt keine Storyline, die die einzelnen Songs miteinander verknüpft. Die Themen auf diesem Album reflektieren eher verschiedene Dinge, die passiert sind, oder passieren werden. Die Idee zum Song "Who's The Boss In The Factory" stammt von einem sehr bekannten Fall aus den USA. Da gab es diesen schwarzen Kerl, der wegen eines in seiner Jugend begangenen Mordes zum Tode verurteilt worden war. Viele Jahre später war er eine andere Person geworden, gewissermaßen geläutert. Der Gouverneur hätte ihn begnadigen können, tat es aber nicht. Inger (meine Frau) und ich hatten daraufhin die Idee, ein Lied über den "Boss In The Factory" zu schreiben. Es ist völlig egal ob du gut bist, es ist auch völlig egal ob du böse bist. Das einzige was zählt, ist wer Chef im Haus ist. Überleg dir das mal, du hast die Macht, jemanden mit nur einer Unterschrift zu begnadigen. Aber du nimmst diese Gelegenheit nicht wahr. Der Boss In The Factory ist der Kerl mit dem Stift.

HH: Das Albumcover ist ungewöhnlich. Wer ist dieser abgebildete "Boss In The Factory"? Wie bist du zum Titel für eure Platte gekommen?

Jonas: Ich denke, dass du etwas zur Musik Passendes finden musst, wenn du einen Titel suchst. Üblicherweise stelle ich mir die verschiedenen Titel der Platte als Basis für das Cover vor. Der Titel, der mich optisch am meisten inspiriert, wird der Titel für meine CD.

HH: Weswegen hast du den relativ kurzen Song "Eternally" zweigeteilt?

Jonas: Zuerst hatten wir nur "Eternally Pt. 2", aber ich merkte, dass wir ein Klavierintro brauchten, das auf das Stück einstimmt. Ich bat Lalle darum, auf der Grundlage seiner Gefühle beim Hören von "Eternally Pt. 2" zu improvisieren. Er spielte eine Stunde und ich wählte den Teil aus, der mir am meisten gefiel. Vom Aspekt der Veröffentlichung her war es auch einfacher.

HH: Sowohl deine MySpace-Seite, als auch www.reingoldmusic.com scheinen nicht so ganz aktuell zu sein. Wie kommt's, dass es dort heißt, du seist immer noch an der Arbeit zu Who's The Boss In The Factory?

Jonas: Ups, da muss ich mal wieder reinschauen.

HH: Was bedeutet der Bandname "Karmakanic"?

Jonas: Der ist nur ein Wortspiel. Ich habe, als es Zeit für einen Bandnamen wurde, einen Wettbewerb über den Flower Kings-Mailverteiler ausgerufen. Karmakanic war der Gewinner unter 200 Vorschlägen.

HH: Was ist dein Resümee nach sieben Jahren und zwei Alben? Wie lange wirst du mit dem Projekt weitermachen?

Jonas: Solange wir alle Spaß dran haben. Karmakanic ist nicht dazu gedacht, Geld zu machen, wir wollen nur Spaß haben. Solange wir hochwertiges Material produzieren können, machen wir weiter.

HH: Die letzten Worte gehören dir.

Jonas: Versucht, die Chancen, anstatt der Schwierigkeiten im Leben zu sehen. Das schafft eine positivere Lebenswelt.

HH: Danke fürs Interview. Ich hoffe, dass ich euch irgendwann mal in Süddeutschland zu sehen bekomme.

Jonas: Vielen Dank, Leute...

Fab

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