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Interview mit Dorrn (23.09.2008)

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Die Hamburger Dorrn legen mit ihrem Drittling Sweet Borderliner ein musikalisch durchaus kontroverses Album vor. Dabei sind sie im Vergleich zu den ersten Alben sogar geradliniger geworden. Warum das so ist und warum man im Dorrn-Shop Regenschirme beziehen kann, verraten euch Bassist Bernd und Sängerin Jackie.

HH: Servus zusammen! Herzliche Glückwünsche zur Veröffentlichung von Sweet Borderliner. Wie fühlt ihr euch?

Jackie: Natürlich ziemlich gut... Wir haben 'ne Menge Arbeit und Herzblut reingesteckt und das fertige Ergebnis in den Händen zu halten ist immer wieder ein geiles Gefühl.

Bernd: Ja, geht mir genau so. Es ist schön, wenn man endlich die neue CD in Händen hält, wenn man das Baby dann das erste Mal auspackt und alles so ist, wie man es geplant hat.

HH: Sweet Borderliner ist ja bereits euer drittes Album seit 2002. Wie würdet ihr eure musikalische Entwicklung in diesen sechs Jahren selbst beschreiben?

Bernd: Ich denke, dass wir straighter geworden sind. Die Arrangements sind im Vergleich zum ersten Album gestrafft. Das hat uns jetzt einfach besser gefallen - und die Hörer scheinen es offenbar auch zu mögen.

Jackie: Ich glaube, dass wir seit dem letzten Album nicht nur alle ganz persönlich an unseren Fähigkeiten gearbeitet haben, sondern dass wir auch noch mal besser zusammengewachsen sind. Ich glaube, dass Sweet Borderliner unser bis jetzt homogenstes Album ist.

HH: Fühlt es sich anders an, ein drittes Album zu veröffentlichen als ein erstes oder zweites?

Jackie: Nein, die Spannung, wie es bei Fremden und Freunden ankommt, ist eigentlich immer gleich...

Bernd: Naja, jedes Album ist anders. Wir waren diesmal nicht so im Stress, da wir eher mit den Vorbereitungen angefangen haben. Das ist ganz klar den Erfahrungen mit dem vorherigen Album Oversexed And Underfucked geschuldet. Dafür stecken wir jetzt noch mehr Arbeit in die Promo.

HH: Wie waren die Reaktionen bisher?

Jackie: Wie erwartet gemischt! Dass das, was wir machen, polarisiert, sind wir ja mittlerweile gewohnt. Wenn du die CD einem eingefleischten Metaller in die Hand drückst, wäre alles andere als ein "Is doch Mist, Keybordkacke und keine Soli..." eine absolute Überraschung. Die mit einem etwas breiteren musikalischen Horizont finden das Album dann auch in Summe durchweg geiler!!

Bernd: Insgesamt haben wir aber bisher sehr viel positive Resonanz bekommen, gerade auch über die Webseiten und freuen uns unheimlich darüber.

HH: Ihr habt jede Menge verschiedener Stile in euren Sound integriert. Wie schreibt ihr eure Musik? Welche Bands inspirieren euch?

Bernd: In unserem aktuellen Bandinfo steht: "Eine Mischung aus Rock-Crossover mit Einflüssen aus Punk und NuMetal." Man könnte auch sagen: Härtere Stromgitarrenmusik mit kräftigem weiblichen Gesang. Ansonsten versuche ich, mich direkt von keiner Band inspirieren zu lassen, weil dann zu leicht die Gefahr besteht, zu kopieren. Aber natürlich fließt alles, was man hört und mag, indirekt und gefiltert irgendwie in die Musik ein.

HH: Wie ist die Arbeit des Song- und Texteschreibens zwischen euch beiden aufgeteilt?

Bernd: Ich habe ein kleines Studio zu Hause, wo ich musikalische Layouts ohne Gesang produziere. Die gebe ich dann Jackie und die überlegt sich dann Melodie und Text dazu. Das produzieren wir dann auf ein gewisses Level. Dann geht es damit in den Proberaum und wir proben den Song rund, ändern also ggf. etwas am Arrangement und nehmen hier und da kleinere Änderungen vor, bis der Song dann einfach geil ist.

HH: Wie reagieren die Anhänger verschiedener Lager - z.B. die Metaller - auf eure Verwendung von Sprechgesang? Scherzhaft gesprochen: Gab's bereits Todesdrohungen?

Bernd: Ich gehe nur noch mit gepanzerter Weste aus dem Haus und mein Essen lasse ich immer vorkosten, aber sonst ist alles entspannt -:) Nein, im Ernst: Es scheint in der Tat einige Leute zu geben, die Sprechgesang als Teufelswerk abtun - meinetwegen.

Jackie: Die meisten Nur-Metaller können da halt nicht wirklich so viel mit anfangen, aber damit können wir leben... Uns gefällt es, immer wieder mal in andere Kästchen zu greifen und letztendlich ist doch nichts spießiger als ein "das macht man so aber nicht" (zwinker!)

HH: Eure Website bietet die maximale Dorrn-Vollbedienung: Neben Infos über eure Scheiben gibt es einen Shop mit Klamotten, Trucks im Dorrn-Stil, Taschen, Tassen, Mützen und sogar Regenschirme. Lebt ihr von der Musik und dem Merchandise oder habt ihr noch andere Jobs?

Bernd: Ja, Regenschirme sind hier in Hamburg nicht unwichtig. Allerdings können wir von der Musik bisher nicht leben, aber wir arbeiten daran...

HH: Von den Bandmitgliedern erfährt man hingegen auf der Seite außer ihren Vornamen nichts. Schottet ihr eure privaten Personas bewusst von der Rolle als Dorrn-Bandmitglied ab?

Jackie: Eigentlich steht ein wenig mehr persönliche Info schon lange auf unserer To-Do-Liste... wir haben halt mit dem Musikalischen und dem Promo-Kram doch echt viel zu tun, gerade wenn wir ein neues Album draußen haben, aber in den nächsten ein/zwei Wochen haben wir dann auch mal ein paar persönliche Sachen auf der Homepage...

HH: Wenn Sweet Borderliner ein Parfüm wäre, wie würde es riechen und warum?

Bernd: Schöne Frage. Dorrn sehe ich zum einen als herben, aber angenehmen Männerduft für Macher mit einem inspirierenden süßen Unterton oder als ein fruchtiges Frauen-Parfum mit kreativen Essenzen für selbstbewusste Frauen, die ihren eigenen Weg gehen -:)

Jackie: Es wäre auf jeden Fall kein Geruch, den man mit einem kurzen Schnuppern erfassen könnte. Es wäre eher ein Duft, der an jedem Träger anders riecht und mit dem jeweiligen Eigengeruch immer wieder neue und spannende Düfte kreiert... Abgefahrene Frage übrigens!!

HH: Vielen Dank für die Beantwortung unserer Fragen! Die letzten Worte gehören euch!

Jackie: In erster Linie möchte ich mich - auch wenn's abgedroschen klingt - bei all denen im Hintergrund bedanken, ohne die das hier nicht möglich wäre. Denn ohne ein Umfeld, das einen so trägt, dass man den Kopf auch frei hat für die Kreativität, die in einem steckt, ist der beste Musiker und Künstler doch am Ende nur in der Lage, einen kleinen Teil seiner Kapazität zu nutzen...

Bernd: Dem kann ich nur zustimmen und bedanke mich bei allen, die uns auf so unterschiedliche Art und Weise unterstützen.

Kara

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