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Interview

English VersionInterview mit Sabaton (24.05.2008)

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Logo Sabaton

Sabaton legen mit The Art Of War ein schönes Konzeptalbum über das alte Taktikbuch von Sun Tzu vor. Schlagzeuger Daniel Mullback beantwortete unsere Fragen zu Orientierungsschwierigkeiten, musikalischer Weiterentwicklung und bunten Bildern...

HH: Servus, hier Kara. Ich bin momentan grad zu Hause. Wo bist du?

Daniel: Hi Kara! Momentan sitze ich auch zu Hause, das erste Mal seit Monaten wieder.

HH: Die Frage war also ganz berechtigt. Ihr seid dermaßen viel auf Tour unterwegs, du weißt doch schon gar nicht mehr wie dein Zuhause aussieht, oder?

Daniel: Das stimmt. Als ich endlich wieder daheim war, habe ich mein Badezimmer fast nicht wiedergefunden. Ich habe soviele neue "Zuhauses", ich weiß gar nicht mehr, welche nun wirklich mein echtes Zuhause sind und welche nicht. *lacht*

HH: Wie schwer ist es für euch, so viel unterwegs zu sein? In eurem Promozettel steht, dass "Jobs, Wohnungen und Freundinnen weg mussten". Wieviel davon entspricht der Wahrheit?

Daniel: Manche von uns gehen nebenbei noch regulärer Arbeit nach, aber wenn wir auf Tour gehen oder Einzelgigs spielen, kann es nicht sein, dass dem was im Weg steht. Sabaton ist für alle und jeden in der Band immer die Nummer eins! Wir haben immer noch Wohnungen oder so, und manche von uns haben auch eine Freundin, aber trotzdem ist es eine Menge Arbeit, das Ganze zusammenzuhalten und es sind durchaus Opfer gebracht worden.

HH: Ihr habt kürzlich einen Gig in Amerika gespielt. Wie waren denn die Reaktionen der Fans bei dieser Show verglichen mit denen in Europa? Was sind die größten Gemeinsamkeiten und Unterschiede?

Daniel: Das ist schwer zu sagen, weil wir überall ein gutes Publikum haben, wo wir spielen! Wir hoffen, dass wir noch oft in den USA spielen können und es gibt auch schon Pläne für eine Rückkehr nächstes Jahr, glaube ich! Wir haben eine Menge Negatives über die USA gehört, bevor wir hingefahren sind, aber als wir dann dort waren, haben sich die ganzen Gerüchte als falsch herausgestellt! Ich kann's gar nicht erwarten, da wieder rüberzufahren und die ganzen Leute wieder zu treffen!

HH: Sabaton besteht immer noch komplett aus den Gründungsmitgliedern. Wie macht ihr das auf Tour, damit das so bleibt?

Daniel: Wir müssen miteinander auskommen, weil wir mittlerweile wie eine große Familie sind. Wie jede Familie haben wir zwar ab und zu einige kleine Probleme. Aber wir sind eine starke Familie, weil wir die Unterschiede zwischen den Einzelnen respektieren! Sabaton besteht aus sechs Mitgliedern und das wollen wir auch weiterhin so halten!

HH: Wann habt ihr die Songs für The Art Of War geschrieben? Wie war der Entwicklungsprozess des Albums?

Daniel: Wir wollten die Kriegsthematik beibehalten und haben das Buch "Die Kunst des Krieges" mit seinen 13 Kapiteln entdeckt. Also wollten wir je einen Song für jedes Kapitel schreiben. Das Buch selbst wurde vor über 2000 Jahren in China geschrieben. Jedes Kapitel behandelt andere Strategien, wie man im Krieg denken und handeln sollte. Was wir gemacht haben, war, von den einzelnen Kapiteln die Grundaussage zu nehmen und in der Gegenwart nach Kriegen zu suchen, die damit in Zusammenhang stehen.

HH: Wer schreibt bei euch überhaupt die Lieder und die Texte? Gibt es ein Mastermind oder ist die Musik ein Gemeinschaftsprodukt?

Daniel: Joakim (Broden, Gesang - Kara) kommt immer mit der Grundidee eines Songs an. Fast immer gefällt uns die Idee und jeder fängt an, an dem Song herumzuwerkeln. Manchmal ist das Stück schon fertig, bis er kommt. Die Texte für The Art Of War haben Pär (Sundstrom, Bass - Kara) und Joakim geschrieben. Die anderen Mitglieder der Band haben sich bei den Texten von Metalizer, Attero Dominatus und Primo Victoria eingebracht.

HH: Meiner Meinung nach ist The Art Of War ein sehr gutes Album, aber ich erkenne fast keine Weiterentwicklung im Vergleich zum Vorgänger Attero Dominatus. Wo muss ich suchen, um die neuen Elemente zu finden?

Daniel: Wenn wir Musik schreiben, wollen wir jeden neuen Song besser machen als denjenigen davor. Wir haben unseren Sound einfach gefunden und wir werden uns immer wie Sabaton anhören, auch wenn wir mal sowas wie einen Hip-Hop-Song schreiben würden. Was natürlich nie passieren wird! *lacht* Manche der Lieder auf The Art Of War unterscheiden sich sehr von denen auf Attero Dominatus und Primo Victoria. Beispielsweise "Ghost Division" und "Cliffs Of Gallipoli", die überhaupt nicht klingen wie andere Lieder, die wir geschrieben haben.

HH: Wollt ihr überhaupt neue Elemente in euren Sound integrieren oder seid ihr der Ansicht, dass ihr euren eigenen perfekten Sound schon gefunden habt?

Daniel: Wir sind sehr stolz auf unseren Sound! Aber natürlich wollen wir besser und besser klingen und jeder von uns entwickelt sich als Musiker ständig weiter. Also werden wir hoffentlich immer bessere und bessere Alben produzieren!!

HH: Jetzt zu euren Texten. Was fasziniert euch so am Krieg?

Daniel: Wir wollen halt nicht über Dinge schreiben, die es nicht gibt. Wieviele Leute haben denn schon mal einen Drachen gesehen? Wir wollen über Dinge schreiben, die jeden auf diesem Planeten umgeben. Jeder kann mit dem Kriegsthema etwas anfangen, entweder hast du darüber schon mal was im Fernsehen gesehen, oder du hast einen Freund, der im Krieg war. Es ist viel einfacher, zu etwas Zugang zu finden, das jeden Tag existiert.

HH: Wenn The Art Of War ein Bild wäre, was würde man darauf sehen und warum?

Daniel: Oh, das ist eine schwierige Frage... Ich denke, man würde darauf Soldaten sehen, die sich die Hände schütteln und niemand wurde getötet.

HH: Danke für deine Zeit! Die letzten Worte gehören dir...

Daniel: Vielen Dank auch dir! Ich will sagen, dass ich es kaum erwarten kann, nach Deutschland zurückzukommen und für euch crazy metalheads zu spielen!! Ich hoffe, ich sehe euch alle wieder, in Essen werden wir am 31. Mai unsere Release-Party schmeißen!
Rock Hard!

Kara

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