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Hate - Solarflesh

Hate - Solarflesh
Stil: Death Metal
VÖ: 01. Februar 2013
Zeit: 49:11
Label: Napalm Records
Homepage: www.hate-metal.com

Der Weg war ein unterschiedlicher, das Ziel das gleiche. Die Rede ist von den beiden bekanntesten Black Death-Kapellen Polens, natürlich von Behemoth und Hate. Hat die bekanntere Truppe Nergals ihre Wurzel im Schwarzwurzelbereich, haben sich die Herren um ATF Sinner im Death Metal-Sektor ihre ersten musikalischen Sporen verdient. Mittlerweile spielen beide Bands im stilistisch gleichen Bereich, aber auch in der gleichen Gewichtsklasse?

Eindeutige Antwort: Ja! Solarflesh ist vor allem in der ersten Hälfte im Prinzip ein neues Behemoth-Album und zwar ein qualitativ absolut hochwertiges. Mag man hier etwas die deutliche Anbiederung an Behemoth als Kritikpunkt heranziehen, so schafft es Hate doch, sich im Laufe des Albums etwas von den großen Vorbildern zu emanzipieren und den Stücken in der zweiten Hälfte des Outputs einen eigenen Anstrich zu verpassen, der sich aber nicht himmelweit vom Rest unterscheidet. Insgesamt bekommt man knapp 50 Minuten intensiven, bösartigen Stoff vorgesetzt, der makellos geschrieben und ebenso umgesetzt wurde. Ganz besonders möchte ich das Abschluss-Stück "Mesmerized" hervorheben, das eine eindringliche, fast schon gespenstische Atmosphäre entwickelt und für mich den absoluten Höhepunkt eines an exzellenten Songs nicht gerade armen Albums darstellt.

Vom Können her brauchen die vier Musiker keinen Vergleich mit ihren etwas bekannteren Landsmännern zu scheuen. ATF Sinners Stimme erinnert mehr als einmal an Nergals Organ und liegt definitiv auf dem gleichen Qualitätslevel. Drummer Hexen, dem ich sein Live-Gastspiel bei Sunwheel mal nachsehe, zeigt, dass er zu den Guten seiner Zunft gehört und bietet neben rasenden Blastbeats auch akzentuiertes, traditioneller angehauchtes Schlagzeugspiel und die Saitenfraktion leistet sich ebenfalls keine Ausrutscher, sondern verwöhnt des Hörers Öhrchen mit nicht wenigen erinnerungswürdigen Leads. Abgerundet wird das Gesamtpaket durch ein sehr stimmiges Artwork, welches zur Musik wie die Faust aufs Auge passt.

Ganz aus dem Schatten der mächtigen Landsleute konnten Hate auch durch Solarflesh noch nicht heraustreten, dafür liegen sie stilistisch vor allem Anfangs zu nahe bei Behemoth. Aber das zumindest machen sie ausgezeichnet und später setzen sie auch noch ein paar eigene Duftmarken. Ein Punkt Abzug für mangelnde Eigenständigkeit, ansonsten habe ich absolut nichts auszusetzen an diesem Werk. Gut.

Hannes

5 von 6 Punkten


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