9 Headbänga online
18.06.2021 Chris Bay
22.06.2021 The Ocean
26.06.2021 Decembre Noir
10.07.2021 May The Tempest
10.07.2021 Baby Of The Bunch
16.07.2021 Megaton
Reviews (10248)
Navigation
Artikel des Tages
Review:
Negura Bunget

Interview:
White Skull

Live-Bericht:
Marduk

Video:
Deadlock
RSS RSS
Atom Atom
 

Review

CDs von Vomitory kaufenZur Druckversion dieses ArtikelsDiesen Artikel als PDF speichern

Vomitory - Opus Mortis VIII

Vomitory - Opus Mortis VIII
Stil: Death Metal
VÖ: 23. April 2011
Zeit: 36:35
Label: Metal Blade
Homepage: www.vomitory.net

Einer der Konstanten im Elchtod-Zirkus heißt Vomitory. Seit nunmehr 15 Jahren erfreuen sie den geneigten Freund schwedischen Todesstahls mit einem starken Album nach dem anderen und wichen nie großartig von ihrer Marschroute ab, die da den eher groben Rand besagten Spektrums abdeckte und dies immer noch tut. Und so nimmt es auch nicht Wunder, dass sich der aktuelle Output nahtlos in die Reihe hochklassiger Alben der Schweden einreiht.

Anno 2011 gibt sich Vomitory gewohnt kompromisslos und bietet auf dem passend betitelten Opus Mortis VIII zehn gewohnt starke Abrissbirnen. Meistens sind die Stücke im groovigen Midtempo-Bereich angesiedelt, aber auch Tempowechsel in sowohl bösartig verhaltene Regionen ("Shrouded In Darkness") als auch gehobene Geschwindigkeitsbereiche ("Regorge In The Morgue") lockern das Album geschickt auf. Vomitory können auf ihrem aktuellen Werk einen Facettenreichtum vorweisen, mit dem sich nur wenige Genrekollegen messen können und der auch noch ein Stück weiter geht als bei den Vorgängerscheiben. Wer jetzt aber befürchtet, die Schweden würden dadurch zu viel an ihrem Sound ändern, der kann beruhigt sein, denn die Grundzutaten sind immer noch die Gleichen, das Album ist Vomitory durch und durch, nur eben mit einer sinnvollen musikalischen Weiterentwicklung. So soll es sein, so erweitert man seinen Sound, ohne sich zu weit von den eigenen Wurzeln zu entfernen.

Auch die Umsetzung weiß zu gefallen, denn das achte Werk der Skandinavier kann mit einer Produktion aufwarten, die besser nicht zum Sound der Band passen könnte. Verdammt wuchtig und brutal klingt die Scheibe, exzellent abgemischt und doch noch roh genug, um den Spirit der Stücke ansprechend transportieren zu können. Dazu gesellt sich eine gewohnt hochklassige Performance der ganzen Band, bei der ich gar kein Instrument hervorheben möchte. Nur der Gesang von Frontmann Erik Rundqvist ist mir ein wenig zu eindimensional. An sich sind seine Growls recht beachtlich, doch leider fehlt da jegliche Variabilität, was auf Dauer zu einem gewissen Gewöhnungseffekt meinerseits führt. Ansonsten aber gibt es nichts zu meckern, nicht einmal die etwas unterdurchschnittliche Spieldauer kann angesichts der gebotenen Intensität der Stücke als Malus gewertet werden und das Cover kann ja auch mal einiges.

Opus Mortis VIII ist ein ganz amtlicher Kracher geworden, der jedem Jünger des brutalen Schwedenbleis das Wasser im Munde zusammen laufen lassen sollte. Die limitierte Erstauflage enthält übrigens vier Zusatztracks, bei denen es sich um Neueinspielungen von Bandklassikern handelt. Einfach gut.

Hannes

5 von 6 Punkten


© www.heavyhardes.de