11 Headbänga online
18.06.2021 Chris Bay
22.06.2021 The Ocean
26.06.2021 Decembre Noir
10.07.2021 May The Tempest
10.07.2021 Baby Of The Bunch
16.07.2021 Megaton
Reviews (10248)
Navigation
Artikel des Tages
Review:
Negura Bunget

Interview:
White Skull

Live-Bericht:
Marduk

Video:
Deadlock
RSS RSS
Atom Atom
 

Review

CDs von Vintersorg kaufenZur Druckversion dieses ArtikelsDiesen Artikel als PDF speichern

Vintersorg - Jordpuls

Vintersorg - Jordpuls
Stil: Folk Metal
VÖ: 25. März 2011
Zeit: 46:44
Label: Napalm Records
Homepage: -

Wer denkt, Andreas Hedlund hätte sich arbeitsmäßig etwas zurückgenommen, nur weil er mit Vintersorg schlappe vier Jahre gebraucht hat, um mit einem neuen Album in die Pötte zu kommen, irrt gewaltig. Immerhin ist der Herr Workaholic neben seinem Namensgeber derzeit noch mit folgenden Bands und Projekten zugange: Borknagar, Fission, Waterclime und Cronian. Arbeitslos ist er also nicht und trotzdem findet er mit seinem Partner Mattias Marklund noch genug Zeit, auch mit Vintersorg ein neues Album einzutüten. Respekt!

Auf Jordpuls (Puls der Erde) begibt sich das Duo auf eine kleine Zeitreise zurück zu den folkigen Wurzeln von Vintersorg. Zwar scheinen auch die progressiven Aspekte der Cosmic Genesis/Visions From The Spiral Generator-Zeit regelmäßig durch, sind aber nicht so bestimmend wie bei den beiden genannten Alben. Vielmehr herrscht eine relativ entspannte Atmosphäre vor, die nur hin und wieder in härtere Regionen abdriftet. Melodische, ja epische Passagen findet man zuhauf auf Jordpuls, harmonische Gesangslinien und eingängige Refrains ebenso, aber auch vertrackte Arrangements, die den Hörer durchaus fordern. Insgesamt erweckt die Scheibe den Eindruck einer musikalischen Erzählung, einer Reise durch Raum und Zeit, auch wenn ich wegen der schwedischen Vocals kein Wort davon verstehe. Da trifft es sich gut, dass in den Liner-Notes ein bisschen zum Inhalt der Stücke erzählt wird.

Zur Stimmung der Songs passend, haben sich die Herren um eine recht luftige Produktion bemüht. Wucht und Druck sind nicht die Ziele, die bei der Abmischung der Scheibe verfolgt wurden, eher eine leicht ätherische Leichtigkeit, welche die Stimmung der Lieder äußerst gelungen umsetzen kann. Da fallen nicht einmal die programmierten Drums negativ auf, während beim Rest der Instrumentierung eh gewohnte Klasse herrscht. Des Sängers Stimme ist wie so oft in Hochform, besonders bemerkenswert sind die nahtlosen Wechsel zwischen schwarzmetallischem Keifen und sehr gelungenem Klargesang (auch wenn ich seine frühere, etwas tiefer angelegte Singstimme noch einen Tacken beeindruckender fand). Das Artwork passt perfekt zum Liedgut und mit dem Umfang des Werkes habe ich auch kein Problem.

Jordpuls bietet einen guten stilistischen Querschnitt durch das bisherige Schaffen Vintersorgs und dürfte keinen Fan enttäuschen. Nicht zu progressiv, um Neu-Hörer abzuschrecken, aber immer noch ungewöhnlich genug, um sich aus der Masse hervorzuheben. Schöne Sache...

Hannes

5 von 6 Punkten


© www.heavyhardes.de