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Vastator - Machine Hell

Vastator - Machine Hell
Stil: Speed Metal
VÖ: 20. September 2010
Zeit: 54:10
Label: Inferno Records
Homepage: www.vastator.cl

Kurzer Vorspann, eine Tür, ein Aufzug, man hört harten Stahl krachen, ein Riff setzt ein und los geht es mit "Machine Hell" und dem gleichnamigen Album. Sänger Sr. Diaz kreischt wie Halford-als-der-Painkiller durch die Botanik. Der Song treibt ganz gut an, klassischer Power Metal, der mit der nötigen Portion Speed und ordentlich Tinte auf den Gitarren gesegnet ist. Jedoch hat man beim Mix vergessen, dass es bei Stereo einen linken und rechten Kanal in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander gibt. So denke ich erst an ein taubes linkes Ohr, aber nein, der linke Kanal ist mehr als 50% leiser als der rechte. Dieser Umstand schränkt den Hörspaß doch arg ein. Aber gut, let the music do the talking...

Machine Hell ist bereits das dritte volle Album der Chilenen, die mir bis dato eher unbekannt waren. Gegründet im Jahre 1986(!) haben die Jungs unzählige Demos aufgenommen und erst 2001 das erste Album The Night Of San Juan veröffentlicht. Das nennt man dann löbliche Ausdauer, die sich jetzt auszahlen könnte. "The Gods Give No Reply" brettert im Double Bass-Zug, dazu röhrt Mrs. "Holz vor der Hütt'n" Veronica Freeman von den Amis Benedictum ins Mikro, als wäre der Deibel persönlich hinter ihrer Seele her. Oder dem Holz, wer weiß? Ernst beiseite, ruhiger geht es in "Fiend" zu. Die Drums und Bruce-artigen Vocals sind fast nur rechts zu hören, darunter eine kleine Gitarrenmelodie. Ja, das Stück vermittelt Samson meets Maiden-Feeling. Recht so!

"X-Terminate" rödelt alles und jeden nieder. Es speedbrezelt bis der Arzt kommt. Das dürfte auch alten Militia-Freaks gut reinlaufen. Nochmals besonders erwähnt sei die Leadgitarre. Der gute Felipe bringt die Saiten fein säuberlich zum Glühen, wenn schnelle Tonfolgen an den Mann oder die Frau gebracht werden sollen. Für die balladesk orientierte Freundin setzt der Banger dann bei Track sieben "Reminiscence" den Laser an. Da schmilzt das Herzerl der Dame unaufhörlich. Hat man die Angebetete so im Sturm erobert, darf man noch zu vier, in Landessprache verfassten, Songs heavymäßig schunkeln. "Combustible En La Sangre" ist davon mit seinem heißen Reifen ein kleiner Feger, das treibende "Puņado De Almas" ein astreiner Schädelspalter vor dem Herrn. Wer die Argentinier Hermetica schätzt, wird sich hier freudvoll wiederfinden. Der linke Kanal kommt bei den spanischen Songs auch besser zur Geltung. Alles in Butter?
Es darf jeder Power Metaller mit Hang zur Geschwindigkeit in die Scheibe investieren. Ob Zeit zum Hören oder die sauer ersparte Kohle, das sei jedem frei gestellt. Mir sind manche Songs oder Teile davon zu schwülstig auf "true" getrimmt, dazu ist die einseitige Beschallung auf die Dauer ermüdend, ständig hat man das Gefühl, dass einem das linke Ohr abhanden gekommen ist oder der goldgelbe Schmalz alle Wege zum Hirn verstopft. Teilweise gute, meist recht solide, Scheibe, deshalb verdiente drei neutrale Punkte.

Siebi

3 von 6 Punkten


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