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Review

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Gwydion - Horn Triskelion

Gwydion - Horn Triskelion
Stil: Viking Metal
VÖ: 09. April 2010
Zeit: 50:56
Label: Trollzorn
Homepage: www.gwydion.org

Wenn man nicht nachsehen würde, könnte man diese Viking-Pagan-Folk Metal-Horde glatt nach Skandinavien verfrachten. Doch Gwydion kommen aus dem sonnigen Portugal. Das Debutalbum Ynis Mön hat anno 2008 nicht nur bei uns sehr gute Resonanzen hervor gerufen, nun, zwei Jahre später steht der Nachfolger in den Startlöchern.
Wie eingangs bereits erwähnt, frönen die sechs Jungs ihrer Version des Pagan-Viking-Metals, der sich hauptsächlich im mittleren Tempobereich aufhält. Wobei auch eine nicht zu kleine Prise "Piraten-Metal" mit in den Gesamtsound integriert wurde, was vielleicht auf die Hafennähe der Jungs aus Lissabon schließen lassen könnte. Während der Opener "Fara I Viking" noch überwiegend im Fjord-Einheits-Metal schippert, kann spätestens bei "Ofiussa (A Terra Das Serpentes)" eigenes Gewässer befahren werden. Ruhige Momente mit Frauengesang geben sich hier ein Stelldichein mit einem ordentlichen Bombastfaktor. Nur die Vocals von Ruben Almeida sind bei den klar gesungenen Passagen etwas gewöhnungsbedürftig, wirkt der Gesang hier etwas knödelig. Andererseits klingt sein Organ bei den Shouts auch schön rau. Danach geht es jedoch ins besagte Hafenviertel, "Mead Of Poetry" lässt aufgrund der eingesetzten Keys sofort eine Hafenspelunke mit reichlich Gerstensaft vor dem geistigen Auge erscheinen. Die alten Finntroll hätten es nicht besser hinbekommen können. Dass sie aber auch anders können, zeigen Gwydion im gefühlvollen instrumentalen "At The Sumbel", das nur aus Flötenspiel und Percussions besteht und mich aufgrund der irisch anmutenden Melodieführung irgendwie an Lord Of The Dance erinnert. So weit, so gut. Während die Songs bisher durchaus zu gefallen wussten, wirken die beiden letzten Songs "The Terror Of The Northern" und "Six Trials To Become A Beerzerker" irgendwie lust- und ideenlos auf mich. So, als hätte man sein Pulver bereits verschossen, auch wenn man beim finalen "Six Trials To Become A Beerzerker" noch einmal die Epic-Schiene fährt.
Gwydion liefern hier unterm Strich ein gutes Viking-Metal-Album ab, das alles beinhaltet, was man so braucht: griffige Melodien, mehrstimmige Refrains, Mitsing- oder auch Mitgrölparts und eine ordentliche Spielfreude. Schade nur, dass für manche Instrumente (Dudelsack, Schifferklavier...) bloß in die Keyboardtasten gedrückt wird, entsprechende Musiker aus Fleisch und Blut wären hier wünschenswert.

Ray

4 von 6 Punkten


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