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Review

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Svanzica - Eos

Svanzica - Eos
Stil: Alternative Rock
VÖ: 04. Oktober 2009
Zeit: 44:07
Label: Club Inferno Entertainment
Homepage: -

Selten habe ich ein Review so lange vor mir hergeschoben, aber diese Scheibe macht es mir auch überhaupt nicht leicht, meine Meinung in die passenden Worte zu kleiden...

Vielleicht beginnen wir mal mit den trockenen Hintergrundfakten: Svanzica kommen aus Italien und wurden 2005 gegründet. Sie machen Musik, die man vielleicht als alternativen Progressive Rock/Metal bezeichnen könnte, die Scheibe dauert gut 44 Minuten und enthält neun Songs. So, und jetzt?

Jetzt kommen wir zum subjektiven Teil der Rezension, auch wenn die obige Kategorisierung auch schon weit davon entfernt war, objektiv zu sein. Und bei diesem Teil muss ich deutlich zu verstehen geben, dass ich so überhaupt keinen Zugang zu dieser Scheibe finde. Irgendwie wirkt die ganze Mucke total zusammengewürfelt und ich kann an keiner Stelle des Albums einen roten Faden finden, der mir durch das Werk helfen würde. Mal wird versucht, jazzige Rhythmen einzuflechten, aber für mein Gefühl scheitern die Italiener an den meisten Breaks grandios, dann wieder wird richtig kräftiges Riffing eingestreut, welches aber seltsam gesichtslos und austauschbar wirkt. Der Klargesang mit seinem jammernden Alternative-Näseln ist schon langweilig genug, um mich abzuschrecken, aber das ist kein Vergleich zu den grottigen Growls, die mich an mehr als einer Stelle das Fürchten lehren. Oder der fast schon mitleiderweckende Versuch, bei "Liria Underground" ein akustisches Gitarrensolo unterzubringen, das einfach nur völlig ins Höschen geht. Auch der Klang des Rundlings gibt mir keinerlei Anlass zu Freudensprüngen, viel zu schwachbrüstig klimpert und klappert sich die Band da durch ihr Songmaterial.

Dann wieder können ein paar Stellen bei mir Punkte sammeln, so zum Beispiel das recht nette, wenn auch nicht überwältigende "Acoustic Interludio" oder auch ein paar der Gitarrenleads. Diese Glücksmomente bleiben aber sehr selten, so dass der Eindruck eines recht belanglosen, um nicht zu sagen langweiligen Albums im Hinterkopf bleibt.

Nee, Leute, so nicht. Das ist langweilig und amateurhaft, das gibt's an jeder Milchkanne in besserer Qualität. Für die einen ist es Rohstoffverschwendung, für mich dagegen Zeitverschwendung, und zwar meiner Zeit. Wenn ich bedenke, dass ich die Scheibe laut Zähler meiner Playlist mehr als 30 Mal gehört und damit einen ganzen Tag meines Lebens verschwendet habe, komme ich fast nicht umhin, meine eigene Leidensfähigkeit zu bewundern. Und für unsere Nachwuchsmusiker gilt: Setzen, sechs!

Hannes

1 von 6 Punkten


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