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Die Hard - Nihilistic Vision

Die Hard - Nihilistic Vision
Stil: Thrash Metal
VÖ: 06. November 2009
Zeit: 40:37
Label: Agonia Records
Homepage: www.diehard.se

Eines vorweg: Ich war nie ein Fan von Venom! Ich bin mir durchaus über den Stellenwert der Band bewusst und erkenne auch an, wie einflussreich die Kapelle um Cronos war, aber gefallen hat mir die Musik der Krawallbrüder schon damals, als sie rauskam, nicht wirklich.

Das musste einfach gesagt sein, um die nachfolgenden Worte richtig einordnen zu können, denn Nihilistic Vision stellt eindeutig eine Hommage an Venom, Hellhammer, Possessed und Konsorten dar. Und insofern tut sich die Scheibe bei mir schwer, denn die genannten Bands spielten eine unbestreitbare Rolle in der Entwicklung des extremen Metals, während Die Hard zwar Musik im Geiste dieser Vorreiter macht, damit aber bestimmt keine Trends setzen kann. Doch wahrscheinlich wollen die Schweden das auch nicht, sondern einfach nur unterhaltsame Musik machen, aber das gelingt auch nur teilweise. Denn die Songs versprühen zwar einen gewissen rotzigen Charme, aber der nutzt sich ob des schon-mal-dagewesen-Gefühls doch recht schnell ab.

Was übrig bleibt, ist eine recht bodenständige Performance von mittelmäßigem Liedgut, was zwar nicht wirklich als schlecht zu bezeichnen ist, aber auch nie in Regionen vordringt, die ich als gut bezeichnen würde. Hasses Vocals ähneln entfernt denen von Cronos, wenn sie auch nicht ganz so abgeranzt und prollig wirken. Die instrumentale Performance geht sogar durchweg in Ordnung, da sind solide Musiker am Werke, die durchaus wissen, was sie zu tun haben. Die Songs dagegen sind eher in der unteren Mittelklasse anzusiedeln, ein paar recht eingängige Thrasher wechselt sich ab mit Stücken, die man eher als Massenware bezeichnen könnte. Die meisten Tracks haben durchaus ihre Momente und keiner ist durchweg langweilig oder gar schlecht, aber herausragend ist auch wieder keiner davon.

Produktionstechnisch bewegt sich der Silberling auch eher an der Basis, was aber in diesem Fall gar keinen Makel darstellt, sonder durchaus das gewünschte Old School-Feeling erzeugt. Die Spielzeit ist solide, das Cover vorhanden, insgesamt eine befriedigende Technik-Note.

Die Zielgruppe für dieses Album ist recht klar definiert: Metaller ganz alter Schule, die ihre Helden der Achtziger wieder hochleben lassen wollen, aber nicht immer die gleichen Songs hören möchten. Diese Zielgruppe dürfte denn auch recht angetan sein von Nihilistic Vision, der Rest allerdings sollte eher mal probehören, denn ein wenig gewöhnungsbedürftig ist dieser Rückfall in alte Zeiten dann doch.

Hannes

3 von 6 Punkten


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