5 Headbänga online
26.06.2021 Decembre Noir
08.07.2021 Noopinion
09.07.2021 Fine And Great
10.07.2021 May The Tempest
10.07.2021 Baby Of The Bunch
16.07.2021 Megaton
Reviews (10252)
Navigation
Artikel des Tages
Review:
Greifenkeil

Interview:
Mindfield

Live-Bericht:
Jon Oliva´s Pain

Video:
Rogash
RSS RSS
Atom Atom
 

Review

CDs von Valborg kaufenZur Druckversion dieses ArtikelsDiesen Artikel als PDF speichern

Valborg - Glorification Of Pain

Valborg - Glorification Of Pain
Stil: Dark Death Black Metal
VÖ: 03. April 2009
Zeit: 37:40
Label: Zeitgeister Music Distribution
Homepage: www.valborg.de

Valborg sind Jan Buckard (b., voc.), Christian Kolf (git., voc.) und Florian Toyka (dr.), die allesamt bei Island auch tätig sind, während Christian und Florian zusätzlich noch bei Klabautamann und Woburn House an den Instrumenten stehen. Die 2002 gegründete Combo hat inzwischen eine Split mit Ekpyrosis (2002) sowie drei Demos (2002, 2003, 2005) und ihr Debütalbum Songs For A Year (2005) auf dem Buckel, Unerfahrenheit kann man dem Trio also beileibe nicht vorwerfen.

Nun steht mit Glorification Of Pain das Label Zeitgeister Music Distribution auf dem Plan. Glorification Of Pain ist ungewöhnlich, verstörend und intensiv. Stilistisch könnte man Valborg mit Dark, Death und Black Metal umschreiben, wobei Doom und Post-Rock/Metal mit Sicherheit auch zutreffen. Die Kompositionen sind minimalistisch gehalten, vor allem, was die instrumentale Umsetzung betrifft. Technische Spielereien sucht man hier vergebens, stattdessen erzeugen Valborg mit simplen Riffs eine außergewöhnliche düstere Stimmung, der man sich nur schwer entziehen kann. Mächtig türmen sich die Riffs und die teils ungewöhnlichen Songstrukturen zu einem Berg an Intensität auf, der den Hörer anfangs verstört, nach mehrmaliger Zufuhr aber unweigerlich in seinen Bann schlägt. Ein wesentliches Element dabei ist der Gesang. Hier greift man seltenst auf typische Growls oder schwarzmetallische Screams zurück, vielmehr unterstreicht man die Stimmung durch düsteres Geflüstere und klaren finsteren Gesang.
Der Sound, der aus dem Stonehenge Studio von Oliver Weiskopf stammt, ist der Scheibe wie auf den Leib geschnitten, roh und ungeschliffen, aber weit von Demo-Niveau entfernt, was die Stimmung hier umso mehr unterstreicht.

Wer mit ungewöhnlicher, minimalistischer aber dennoch stimmungsvoller Musik etwas anfangen kann, der wird hier sicherlich fündig. Valborg liefern hier eine sehr gute Scheibe ab, die mit der Zeit wächst und für viele intensive Stunden sorgt.

Lord Obirah

5 von 6 Punkten


© www.heavyhardes.de