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Unlight - Inferno

Unlight - Inferno
Stil: Black Metal
VÖ: 01. August 2005
Zeit: 36:51
Label: Heavy Horses Records
Homepage: www.unlight.org

Es gibt doch immer wieder Bands, die schreddern eine Zeitlang komplett an einem vorbei, bis man sie endlich einmal wahrnimmt. Unlight gehören hier dazu, schließlich liegt mir nun mit Inferno bereits der dritte Silberling (nach dem vier-Track Demo 1999 und der sechs-Songs-CD 2003) der deutsch-schweizerischen Formation vor. Gegründet wurden Unlight anno 1998 und rekrutierten sich aus verschiedenen Metal-Bands aus dem lokalen Umfeld. Leider hält sich die Homepage der Band mit tiefergehenden Infos weitest gehend zurück, sogar die mir vorliegende aktuelle Scheibe wird nirgends erwähnt.
Wer das Cover und die Pseudonyme jedoch sieht, weiß sofort, dass es sich hierbei um Black Metal handeln muss. Fragt sich nur noch: in welcher Qualität? Hier kann man getrost sagen: die stimmt über weite Strecken. Unlight trümmern zwar nicht so ungehobelt wie Darkthrone und sind auch nicht bombastisch wie Dimmu Borgir, aber ein Gespür für Melodien haben sie allemal. Die richtige Einordnung liegt also irgendwo dazwischen, ohne jedoch an die eben genannten Götterbands heran zu kommen. Auf ihren neun Songs holzen sie mal lustig drauflos und schrauben im nächsten Moment das Tempo scheinbar mühelos wieder auf stampfendes Midtempo zurück, das über weite Strecken das Tempo der CD bestimmt. Vokaltechnisch kann man auch nicht meckern, hier kreischt sich Blaspherion (Guitar, Vox) wunderbar die Seele aus dem Leib. Aber irgendwie wollen die Songs trotzdem nicht so richtig zünden, das gewisse Etwas, die Atmosphäre fehlt, ganz will man ihnen den Black Metal nicht abnehmen.
Bleibt unterm Strich ein solides aber eher durchschnittliches Album.

Ray

3 von 6 Punkten


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