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Voyager - Element V

Voyager - Element V
Stil: Melodic Metal
VÖ: 22. November 2004
Zeit: 57:00
Label: DVS Records
Homepage: www.voyager-australia.com

Der große Eintopf wird uns hier mal wieder angekündigt, eine höchst fortschrittliche, eigenwillige Stilmischung. Hm, das heißt erst mal nichts Gutes - normalerweile kommt dabei ja nix Gscheits heraus. Aber Voyager (Ähnlichkeiten mit Star Trek sind wohl nicht beabsichtigt, so weit ich sehe) sind eine echte Ausnahme. Was sich in den ersten paar Sekunden anhört wie der Captain Future-Soundtrack, entwickelt sich immer mehr zu genau dem, was die Band anstrebt: nämlich zu einem Streifzug durch so ziemlich alle Genres des Rock und Metal, die man sich vorstellen kann. Klar gibt's 14 Songs, aber eigentlich bringt das Debüt-Album der Australier einen durchgängigen Klangteppich, den man sich nicht mal kurz am Freitag Abend mit einem schönen Bierchen reinzieht, sondern der einem schon etwas Konzentration abfordert. Wo aber so genannte progressive Bands oft Unzugänglichkeit um ihrer selbst Willen fabrizieren, bleiben die Songs von Element V immer interessant, halten sich die Spielereien so in Grenzen, dass man immer gerne bei der Stange / der Anlage bleibt und weiter zuhört. Im einen Moment kommen einem Voyager dabei im Gewand von Asia und anderen Keyboard-Rockern entgegen, dann wieder hauen sie uns death-mäßige Growls und Drumgedonner um die Ohren, um dann in Richtung Flitzefinger-Melodien der besten Power-Schule abzuzischen. Alles nicht unbedingt zum Mitgrölen, aber immer spannend, wenn man etwas Zeit mitbringt. Besonders überraschend: irgendwann tischen sie uns sogar deutsche Texte auf, die sauber rüberkommen. In Australien konnten sie schon im Vorprogramm von Gitarren-Selbstabfeierer Steve Vai auf sich aufmerksam machen. Hoffen wir, dass sie uns auch mal besuchen, man könnte sich beileibe Schlimmeres vorstellen als einen Support von diesem Kaliber.

Holgi

5 von 6 Punkten


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