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Rapture - Peace, Love And Happiness

Rapture - Peace, Love And Happiness
Stil: Death Metal
VÖ: 01. Oktober 2004
Zeit: 53:23
Label: Eigenproduktion
Homepage: www.rapture-munich.de

Egal was man auch immer macht, man kann sich sicher sein, dass einer immer aus der Reihe tanzt. Auch als selbsternannter Musikkritiker bleibt man davor nicht verschont. Dieses Mal nennen sich die Übeltäter, die mich hier mit ihrer Mucke verwirren wollen, Rapture. Kategorisieren fällt hier besonders schwer, denn wie man schon aus dem Interview herauslesen konnte, scheißen die fünf Jungs aus dem Großraum Landeshauptstadt mal eben auf alle Subgenres und bedienen sich wo's ihnen gerade Spass macht. Als grobe Marschrichtung kann man Death/Thrash zwar ruhig durchgehen lassen, damit wäre aber nur ein Teil des Rapture-Sounds abgedeckt. Ein punkiger Teil hier, etwas Metalcore da, ab und an noch ein paar nette Melodien und durchgehend massiver Einsatz von dicken Grooves: Abwechslung wird hier groß geschrieben. Trotzdem wirkt das Ganze nicht zufällig aneinandergeklatscht, sondern durchdacht und homogen. Bestes Beispiel hierfür ist "The Man Who Loved Peace", das Highlight des Albums und wohl das Beste, was sich die fünf je ausgedacht haben. aber auch "Body Shop" oder "Brain Busters" machen jede Menge Spass.

Kritikpunkte bleiben aber dennoch: mir gehen hier eindeutig ein paar Brutalstgewaltausbrüche und vor allem ein durchgehend straighter Song ab. Der Drumsound klingt ziemlich zahm und wird damit der restlichen Produktion nicht gerecht, vor allem im Vergleich zum Livesound wirkt das Ganze verdammt dünn. Zudem nervt der letzte Track "In The Meantime" gewaltig, vor allem, wenn man den CD Player auf "Repeat" gestellt hat. Spass und Humor in allen Ehren, aber 17 Minuten lang hätte das echt nicht sein müssen.

Wer seinen Öhrchen aber mal wieder etwas Abwechslung zuführen will, ist mit dieser Scheibe (erhältlich in einer todschicken Blechbox für 10 Tacken über die Homepage) richtig gut bedient.

Erinc

5 von 6 Punkten


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