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Witch Cross - Angel Of Death

Witch Cross - Angel Of Death
Stil: Heavy / Doom Metal
VÖ: 11. Juni 2021
Zeit: 44:12
Label: High Roller Records
Homepage: www.facebook.com/WitchCross

Nach den ersten Takten von Angel Of Death ist man schon versucht, hier eine weitere Retro-Kapelle zu vermuten, die sich an den goldenen 80ern orientiert. Tatsächlich sind Witch Cross natürlich keine Newcomer und hatten im Jahr 1984 nach zwei Demos auch ein vielversprechendes Album mit dem Titel Fit For Fight unters Volk gebracht. Danach wurde es recht schnell wieder still um die Truppe bis anno 2013 die verbliebenen Gründungsmitglieder Little John Field und Mike Wlad das Kreuz aus der Kommode holten und mit neuen Mitstreitern restaurierten. Zwischen dem Comeback-Album Axe To Grind und dem nun vorliegenden Angel Of Death sollten dann abermals schlappe acht Jahre verstreichen. Sonderlich eilig haben es die Dänen also nicht und eine Retroband sind sie ja folglich irgendwie auch nicht. Sie machen eben dort weiter, wo sie in den 80ern aufgehört haben und haben zwischendurch möglichweise zweimal ein paar Jährchen im Kryoschlaf verbracht.

Frisch aufgetaut klingen Witch Cross im Hier und Jetzt wie ein Mix aus NWOBHM und Doom mit einem Quäntchen Ozzy Osbourne in ihrem Sound. Das mag wohl daran liegen, dass Sänger Kev Moore mit seiner leicht lamentierenden Stimme hier und dort ein wenig an den Prince Of F***ing Darkness erinnert. Nach kurzem Intro platziert der Titeltrack bei flottem Rhythmus die ersten Riffs und Melodien zum Abrocken. Die echten Highlights finden sich dann aber erst im Mittelfeld mit der verspielten Gute-Laune-Nummer "Phoenix Rising" und dem deutlich düsteren "Siren's Song", in dem - quasi als Gruß an die Kollegen von King Diamond - auch ein Vers mit hoher Falsettstimme vorgetragen wird. So düster, wie es das Albumcover suggerieren mag, klingen Witch Cross allerdings weder hier noch sonst wo auf dem Album. Ein wenig 70er-Feeling liefert schließlich "Last Rites" und punktet mit einen eingängigen Refrain, ehe "Warrior" einen leider nicht ganz so kämpferischen Schlusspunkt setzt, sondern eher gemächlich bleibt, wie eben der Rest des Drehers auch.

Unterm Strich haben Witch Cross mit Angel Of Death ein solides und kurzweiliges Retro-Rock-Album an den Start gebracht, das ja eigentlich gar kein Retro-Rock-Album ist, sondern allenfalls Old School und schon deswegen ein Gros der echten Retro-Alben, also von jüngeren Musikern, die 1984 noch am Rockzipfel der Mama hingen, locker-flockig in die Tasche steckt. Also zurück in den Kryoschlaf, um die Original-Rezeptur nicht unnötig mit zeitgemäßen Einflüssen zu verwässern! Wir hören uns dann vermutlich so um 2029 wieder... oder etwas später.

Dagger

4 von 6 Punkten


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