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Persefone - Core

Persefone - Core
Stil: Progressive Metal, Death Metal
VÖ: 27. April 2014
Zeit: 70:08
Label: Vicisolum Productions
Homepage: www.persefone.com

Ein kleines Land zwischen Frankreich und Spanien, ein sogenannter Zwergenstaat, ist die Heimat dieser durchaus interessanten Band: Persefone sind in Andorra beheimatet und bieten durchwegs interessante Musik auf hohem Niveau.

Zunächst sei aber gesagt, dass es sich bei Core eben nicht um neues Futter handelt, sondern um eine Scheibe, die 2006 zum ersten Mal in Erscheinung trat. Es handelt sich also um einen Re-Release, dessen sich Vicisolum Productions aufgrund des anspruchsvollen Materials angenommen haben. Core ist ein Konzeptalbum, das sich mit dem Schicksal der griechischen Göttin Persephone beschäftigt. Spricht man den Albumtitel im übrigen nicht wie im Englischen aus, sondern betont das "e" am Ende, erhält man einen weiteren Namen der Tochter des Göttervaters. Wie auch immer, in drei Akten erzählen Persefone das Schicksal der entführten Göttertochter. Jeder Akt besteht aus einem monströsen Song, der wiederum die Perspektive einer anderen beteiligten Persönlichkeit wiedergibt. Hades, Persefone und Mutter Demeter geben im Verlauf der fast 70 Minuten ihre Sicht der Dinge wieder. Dabei bedient sich die Band so ziemlich aller schwermetallischen Stilmittel, die greifbar sind. Neben einigen Death Metal-Attacken mit harten Riffs gibt es auch klavieruntermalte Passagen mit denen mächtig Stimmung erzeugt wird. Progressiv geht es allemal zu Werke, machmal schimmern auch Melodic Metal/Rock-Elemente durch. Gesanglich gibt man sich ebenso facettenreich, von derben Growls zu fiesen Screams, von klarem Männergesang hin zu femininen Stimmen ist hier alles zu finden. Mag erst mal konfus klingen, und während des ersten Hördurchlaufs mag das auch zutreffen, aber wenn man sich auf Persefone und ihre Kreationen einlässt, findet man sehr schnell Zugang zu einem Album, das locker im Opeth-schen Kosmos angesiedelt werden muss, was sowohl die Komplexität als auch den Tiefgang betrifft. Als Bonus findet sich hier ein Star Wars-Medley, das stilistisch nicht so recht zum Rest passen will, aber dennoch Lust macht, sich mal wieder die Krieg der Sterne-Trilogie reinzupfeifen.

Wer gerne abseits des täglichen Einheitsbreies fischt und immer auf der Suche nach neuen musikalischen Herausforderungen ist, wird um Persefone im Allgemeinen und Core im Speziellen nicht herum kommen.

Lord Obirah

Ohne Wertung


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