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Six Magics - Falling Angels

Six Magics - Falling Angels
Stil: Progressive Metal
VÖ: 20. Juli 2012
Zeit: 60:40
Label: Coroner Records
Homepage: www.sixmagics.com

Auf ihrem vierten Album verfolgen die sechs chilenischen Magier/innen, die ja eigentlich nur zu fünft sind, den eingeschlagenen Weg und verfeinern ihren Stil. Falling Angels weckt Erinnerungen an so unterschiedlich gepolte Bands wie Blind Guardian, wenn es um die progressive Gitarrenarbeit geht, Nightwish und deren orchestrale Arrangements oder Sirenia, wenn die punktuell platzierten Chöre ertönen. Bandchef Erick Avila scheint dieses Mal die meisten Fäden selbst in die Hände genommen zu haben und tritt auch als Produzent auf, was dem Klang der Scheibe keineswegs abträglich ist. Die Keyboards wurden ergänzt durch Oboe und Violine, eingespielt von Gastmusikern. Und auch für die Choreinlagen holte man sich ein wenig Verstärkung für die Aufnahmen. All diesen Zutaten verdanken wir schließlich einen dichten, dynamischen Sound, dem Sängerin Elisabeth Vasquez mit ihrer tollen und im Metal sicher nicht alltäglichen Stimme das bis dahin vielleicht noch fehlende Quantum Individualität beschert.

Dass Six Magics in der Lage sind, mitreißende Songs zu schreiben, weiß man ja bereits aus der Vergangenheit. So bietet auch Falling Angels wieder ein paar ganz besonders reizvolle Zaubereien. Das beginnt gleich mit dem Opener "Another Name", in dem die Band all ihre Stärken konzentriert. Die eingängigsten Momente liefert dagegen "Do You Remember" und die heftigsten das thrashige "Start Another War", bei dem Erick Avila einen Teil der Vocals übernimmt. Überhaupt hauen Six Magics mit ihren Songs von Zeit zu Zeit ganz schön ordentlich auf die Kacke, was dem Material noch mehr Nachdruck verleiht. Leider kann die zweite Hälfte nicht ganz das hohe Level der ersten halten. Immerhin finden wir dort mit "Binsfeld" eine spritzig-rasante Instrumentalnummer und mit dem finalen "I Know" eine sanfte und doch erhabene Ballade.

Summa summarum garantiert Falling Angels viel Abwechslung, tolle Refrains und Momente, die verzaubern. Da kann man nur die Daumen drücken, dass die Band mit diesem Album auch über die Landesgrenzen hinaus die verdiente Aufmerksamkeit erreicht und vielleicht auch in unseren Breiten live zu sehen ist.

Dagger

5 von 6 Punkten


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