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Entrails - The Tomb Awaits

Entrails - The Tomb Awaits
Stil: Death Metal
VÖ: 09. August 2011
Zeit: 43:51
Label: FDA Rekotz
Homepage: -

Hach, was werde ich derzeit verwöhnt in Sachen Old School Schwedentod! Demonical, Vomitory, Desultory - lauter Bands, die mich in letzter Zeit sehr erfreut haben mit ihren Outputs. In diese illustre Runde klinken sich Entrails, deren letztjähriges Werk Tales From The Morgue mich doch so in Verzückung versetzt hatte, nahtlos ein.

Dabei haben sie am Grundrezept des Vorgängers eigentlich gar nichts geändert, aber genau das ist auch gut so. Der geneigte Elchtöter bekommt auf The Tomb Awaits genau das, was er erwartet und das in bestechender Qualität. War das 2010er Werk noch hauptsächlich eine Aufarbeitung alten Materials, handelt es sich beim aktuellen Output um brandaktuelle Ware, die aber dennoch nicht mit der heißen Nadel gestrickt wurde. Und immer noch erinnert das Liedgut etwas an Entombed in den Anfangszeiten, ohne aber als Plagiat abgehandelt werden zu müssen. Originalität hin oder her, das hier ist der echte Stoff, so und nicht anders soll Schwedentod klingen. Die Gitarren sägen wohlig in tiefsten Regionen, das Drumming gibt sich klassisch-variabel, den Bass fühlt man mehr, als dass man ihn hört und Frontsau Jocke hat hörbar Eier in der Hose. Regelmäßig wird das Tempo gewechselt, nach einem ungewöhnlich atmosphärischen Intro gibt's erst mal voll auf die Zwölf, nur um schon im gleichen Song erst mal den Fuß vom Gaspedal zu nehmen und danach gleich wieder in Lichtgeschwindigkeit durch die Botanik zu blasten. Gleich im Folgesong beweisen die Schweden dann, dass sie auch grooven können und beim abschließenden "Unspeakable Obscenities" wird man gar melodisch-wehmütig. So vergeht die knappe dreiviertel Stunde wie im Fluge, von Langeweile keine Spur.

Bei der Abmischung hat sich ein gewisser Herr Swanö mal wieder selbst übertroffen und das volle Pfund aufs Silikon gebannt. Die Scheibe kracht ganz amtlich und bleibt doch immer klar und transparent. Das Cover erinnert ganz entfernt an Left Hand Path, passt also auch perfekt zum Material.

Ob es sich bei The Tomb Awaits um "das beste Schwedentod-Album seit Like An Everflowing Stream" handelt, wie mir der Promozettel weismachen will, sei mal dahingestellt, aber mit meinem bisherigen Kandidaten zum Album des Jahres, Death Infernal, liegt das Werk auf jeden Fall gleichauf. Wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich beide kaufen...

Hannes

6 von 6 Punkten


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