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Sigh - Scorn Defeat (Re-Release, 2-CD)

Sigh - Scorn Defeat (Re-Release, 2-CD)
Stil: Black Metal
VÖ: 19. Juli 2011
Zeit: CD1 64:13 - CD2 37:06
Label: Deepsend Records
Homepage: twitter.com/sighjapan
MySpace: www.myspace.com/sighjapan

1993 waren weite Teile der damaligen Black-Metal-Welt fest in skandinavischer Hand. Doch es gab auch einige Ausnahmen. Und die Band Sigh zählte schon aufgrund ihrer japanischen Herkunft zu den absoluten Exoten des Genres. Deren noch etwas ungeschliffenes, aber definitiv respektables Debütalbum Scorn Defeat wurde über Euronymus' Label Deathlike Silence veröffentlicht und dürfte unter Sammlern schon aus diesem Grund Kultstatus besitzen. Aus heutiger Sicht spiegeln die sieben Songs mit ihrem primitiven und rohen Sound einerseits den Zeitgeist der frühen Neunziger, zeigen aber ebenso erste Affinitäten zu progressiveren, dem Synthesizer sei Dank, oftmals gespenstisch wirkenden Songstrukturen, die später zum Markenzeichen der Band werden sollten. "At My Funeral", "Gundali" und dem Neun-Minuten-Epos "Ready For The Final War" beispielsweise entspringt auch heute noch eine ganz besondere Aura, die zu faszinieren weiß. So erscheint der längst vergriffene Erstling nun via Deepsend Records als Re-Release und wurde mit einer beachtlichen Menge an Bonusmaterial angereichert.

Da wären zunächst die beiden Demos - das 1990 erschienene, noch klar im Death Metal wurzelnde und mit übelstem Rehearsal-Klang versehene Desolation sowie der 91er Nachfolger Tragedies. Auch das komplette 1992 als 7" veröffentlichte Mini-Album Requiem For Fools, dank dessen drei durch und durch morbider Nummern der Kontakt zu Euronymus hergestellt werden konnte, erlebt eine Renaissance. Es folgen die beiden Stücke "Suicidogenic" und "Schizo" von der 94er Split mit Kawir sowie mit "Black Metal" und "Seven Gates Of Hell" zwei Songs von der ebenfalls 1994 erschienen Venom-Tribute-EP To Hell And Back. Zuletzt haben es noch das Mayhem-Cover "Carnage" und der knapp zehnminütige Dauerbrenner "The Zombie Terror" vom 95er Longplayer Infidel Art auf die Liedersammlung geschafft, die somit sage und schreibe 104 Minuten Spielzeit aufs Polycarbonat bringt und nahezu das gesamte Bandmaterial aus der Zeit zwischen 1990 und 1994 beinhaltet. Für Sammler und Fans daher ein Pflichtkauf, will man meinen! Einziger Wermutstropfen ist das beliebige Coverdesign, das die bandtypischen japanischen Motive vermissen lässt und klar hinter dem schlichten, aber stilvollen Motiv von Scorn Defeat zurück bleibt.

Dagger

Ohne Wertung


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