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Keitzer - Descend Into Heresy

Keitzer - Descend Into Heresy
Stil: Deathgrind
VÖ: 06. Januar 2011
Zeit: 30:08
Label: FDA Rekotz
Homepage: -

Mei, is des schee...
Da hat man erst gerade das neue Rotten Sound-Album in der Mache gehabt, freute sich ob dessen Qualität und bekommt kurz danach eine Scheibe, die besagtes Cursed noch richtig alt aussehen oder besser gesagt klingen lässt (was nicht heißen soll, dass die Rotten Sound-Scheibe schlecht wäre). Die Rede ist von Keitzers vierter Scheibe Descend Into Heresy, das mich sehr positiv überrascht hat.

Das Quintett aus Nordrhein-Westfalen schafft es nämlich, gleichzeitig brutalen Highspeed-Grindcore, höllischen Groove und fast schon zerbrechliche Melodien nahtlos miteinander zu verbinden. Wenn man einen Beweis braucht, dass Groove auch in Lichtgeschwindigkeit vorgetragen werden kann, hier findet man ihn. Grindcore kann relativ schnell dumpf und langweilig werden, aber wenn man ihn so facettenreich wie Keitzer produziert, erfreut man damit nicht nur die Genrefans, sondern kann damit auch Musikliebhaber erreichen, die normalerweise nicht zu den Die Hard-Fans solcher Klänge gehören. Der Todesblei-Liebhaber alter Schule wird hier ebenso glücklich wie der Brutal Death-Aficionado, Freunde moderaterer Klänge können genauso mehr als ein Ohr riskieren wie Anhänger der klassischen Grind-Fraktion, die Bandbreite ist gerade für solchen Extrem-Sound äußerst groß ausgefallen.

Auch klanglich gibt es voll auf die Ohren, weder an der Abmischung der Scheiblette noch an den Künsten der beteiligten Musiker gibt es etwas zu kritteln. Die röhrenden Bassläufe verpassen dem Album den oben beschriebenen Groove, das Drumming beschränkt sich keineswegs aufs genreübliche Dauer-Geblaste, sondern variiert ganz fein, die Sechssaiter zaubern neben heftigsten Riffs auch die genannten Melodien aufs Plastik und stimmlich gibt es genau die richtig Portion Aggressivität, giftig genug, um dem Songmaterial gerecht zu werden, aber nicht so übertrieben, dass es nervig oder gar hysterisch werden würde.

Bei so viel Abwechslung auf einer Extremsektor-CD stört es denn auch nicht, dass die Spieldauer gerade mal eine halbe Stunde beträgt, Descend Into Heresy verträgt locker mehr als einen Umlauf. Lieber so, als künstlich gestreckt. Keitzer bieten uns anno 2011 Brutal Melodic Deathgrind vom Feinsten, so etwas muss mit der Höchstnote belohnt werden.

Hannes

6 von 6 Punkten


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