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Review

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Voices Of Decay - Overcome

Voices Of Decay - Overcome
Stil: Melodic Death Metal
VÖ: 2010
Zeit: 52:38
Label: Eigenproduktion
Homepage: www.voicesofdecay.com

Die Südtiroler von Voices Of Decay beschreiten mit ihrem neu veröffentlichten Album Overcome gänzlich andere Wege als auf ihren ersten beiden Veröffentlichungen Nucturnal Domain und Doing Maximum. Die einstige Black Metal-Formation gibt sich auf dem neuen Silberling melodiöser und auch der Metalcoreeinschlag ist (meiner Meinung nach leider...) nicht zu leugnen.

Trotzdem ist die Scheibe keineswegs schlecht geworden überzeugen doch Songs wie der Opener "Dear Mortal Man" oder "Who" mit treibenden (aber auch sehr, sehr ähnlichen) Riffs und guter Melodieführung. Bei "Rising Tide" hingegen wird jeder Industrial- und NDH-Fan genauer hinhorchen und auch die Tempowechsel beim dynamischen "Energy" sorgen für ein wenig Abwechslung auf dem Album. "Higher Faster Further" beginnt furios und hätte eine so schöne Up-Tempo-Nummer werden können, doch im Refrain fällt man tragischerweise ins fast auf dem ganzen Album präsente Mid-Tempo zurück, obwohl dieser und auch der Titel des Stücks doch gerade dazu einladen richtig die Sau rauszulassen. Und auch die zwei folgenden Songs "Kings" und "Time Is Running Out" fügen sich gut ins Album ein. Mit dem Schlusstitel "Innocence" gibt es noch ein paar doomige Riffs und eine epische Lead zum Schluss, ehe vom knapp 50-minütigen Silberling der letzte Ton ertönt.

Nunja, die Songs auf Overcome sind überwiegend gleich aufgebaut und so bleiben die großen Überraschungen und Aha-Momente zumindest bei mir aus. Das Keyboard nervt beiweilen (z.B bei "Kings") und es fehlt dem Album an Ecken und Kanten - mir persönlich ist es einfach zu rund, verspielt und ausgewogen; sprich es ist ein Schuss ins Blaue, denn für jeden sollte etwas dabei sein. Trotzdem wird einem auf Overcome ordentlich produzierte Musik, die wohl am ehesten irgendwo beim Melodic Death einzuordnen wäre, geboten. Aber leider schaffen die Südtiroler es nicht sich von den meisten anderen Bands, die diese Richtung eingeschlagen haben abzuheben. Voices Of Decay haben zwar Potential, doch dieses Album ist nur durchschnittlich geworden. Falls sie sich dazu entschließen sollten diese Richtung weiter zu verfolgen, wird sich ihnen mit Sicherheit eine breitere Hörerschaft als bisher erschließen, doch diejenigen, die ihre ersten beiden Veröffentlichungen zu schätzen wussten, werden von Overcome sicherlich herbe enttäuscht sein.

Wolf

3 von 6 Punkten


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