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Apostle Of Solitude - Last Sunrise

Apostle Of Solitude - Last Sunrise
Stil: Doom Metal
VÖ: 26. Februar 2010
Zeit: 64:11
Label: Eyes Like Snow
Homepage: -

Apostle Of Solitude, sprich: Apostel der Einsamkeit.
Nicht gerade ein Bandname, der auf fröhliche Kindergeburtstagsmusik hindeutet und der Schein trügt denn auch keineswegs. Diese Apostel machen düstere Musik, verzweifelt, resignierend, kurz gesagt: Doom Metal.

Und zwar Doom der ganz klassischen Sorte, staubtrocken mit ein klein wenig Stoner-Feeling, meist äußerst langsam, dann aber wieder von flotteren Nummern durchsetzt, bedrückend und melancholisch, doch selten hoffnungslos. Für ein Doom-Album ist Last Sunrise eigentlich recht abwechslungsreich geworden, gerade durch die vorhandenen Tempowechsel. Auch bei den von den Songs erzeugten Stimmungen herrscht kein reines Einerlei, die Variationsmöglichkeiten der Band sind durchaus ansprechend. Eingeleitet vom fast schon marschartigen Titelstück (das auch als Einzugsmusik für Darth Vader geeignet scheint, wenn er denn Wrestler wäre), geht es weiter mit zwei mittelflotten Stücken, nur um bei "Letting Go Of The Wheel" in beamtenartige Tempo-Regionen abzufallen. Danach wird es mit "Hunter Sick Rapture" wieder etwas flotter, um gleich darauf wieder deutlich abzubremsen. Diesen Aufbau finde ich recht gelungen, er hilft, über längere Zeit bei der Stange zu bleiben.

Die Songs selbst sind alle recht solide geraten. Einige wirklich schicke Stellen findet man über die komplette Scheibe verteilt, ein paar kleine Durchhänger aber leider auch. Insgesamt würde ich dem Songmaterial eine solide Qualität bescheinigen, welche die Qualitäten der Band an vielen Stellen durchscheinen lässt, aber auch deutlich macht, dass da noch ein bisschen Raum für Verbesserungen vorhanden ist.

Klanglich taugt mir der Rundling durchaus, staubtrocken kommt die Musik rüber und kann die Stimmung der Stücke ausgezeichnet transportieren. Handwerklich erlaubt sich die Band um Gates Of Slumber-Drummer Chuck Brown, der hier singt und Gitarre spielt, auch keine merklichen Schnitzer, so dass die technische Umsetzung absolut in Ordnung geht.

Mit weit über 50 Minuten ist der Umfang des Werkes denn auch ansprechend geworden, wobei es keine Ausgabe ohne Bonustracks gibt. Dem europäischen Release liegen noch drei Coverversionen bei, die allesamt ebenfalls ganz brauchbar geworden sind, ohne zu Jubelstürmen zu animieren. Auf der US-Version findet der Käufer drei andere Cover und auf der Doppel-LP sind alle sechs Neueinspielungen vorhanden.

Last Sunrise ist weit davon entfernt, ein Meilenstein zu sein, aber ebenso weit davon, als Reinfall bezeichnet zu werden. Ein grundsolides Doom-Album, das dem Genre zwar keine neuen Fans gewinnen dürfte, das bisherige Klientel aber auch nicht abschrecken wird. Durchaus brauchbar...

Hannes

4 von 6 Punkten


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