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Cryptic Wintermoon - Fear

Cryptic Wintermoon - Fear
Stil: Black / Death Metal
VÖ: Oktober 2009
Zeit: 53:33
Label: Eigenproduktion
Homepage: www.cryptic-wintermoon.com
MySpace: www.myspace.com/officialcrypticwintermoon

Cryptic Wintermoon zählen zu jenen Bands, die einen langen und steinigen Weg hinter sich haben. Nach den Querelen mit ihrem ersten Label Ars Metalli folgte zwar ein Deal beim renommierten Massacre Records, doch hielt sich auch dort die Promotion der beiden Alben A Coming Storm und Of Shadows... And The Darks Things You Fear in Grenzen. Nachdem der Vertrag 2005 abgelaufen war, zogen sich die Musiker für drei Jahre zurück, um anschließend auf eigene Faust ihr neues Opus Fear in Angriff zu nehmen, das mir nun zur Rezension vorliegt.

Die einst farbenfrohen, in Blautönen gehaltenen Cover-Gestaltungen sind einem düsteren Motiv gewichen und auch die Musik der sechs Oberfranken hat eine ähnliche Metamorphose durchlaufen. Fear beginnt mit einem atypischen Intro, nämlich einem alten Song im Country-Style von unbekanntem Interpreten. Dieser wird von schweren Gitarren und geschossartigem Schlagwerk zerfetzt und mündet so im etwas sperrigen und breaklastigen Opener "Pride Of Australia", den man sogleich als Wintermoon-Song identifizieren kann. Bei der selbst finanzierten Produktion haben die Musiker keine Kosten und Mühen gescheut. Nach der Aufnahme im hauseigenen Frost Studio ging's für das Mastering in Andy Classens Hallen, ins Stage One. Das Resultat ist ein mächtiger und grober Klang. Er untermauert das lyrische Konzept des Albums, das sich um die Unmenschlichkeit der Kriege im Industriezeitalter dreht.

Messerscharfe Gitarren prägen den dritten Song "Dominate", bei dem der Einfluss schwedischen Death Metals auf Fear besonders stark zum Vorschein kommt. Das war kein schlechter Auftakt, doch ab dem folgenden "Dreadnought", einem schwarzmetallischen Highspeed-Killer mit unheilvollen Keyboards und dissonanten Gitarrenlinen, geht auf diesem Album die Post ab und ein Highlight reiht sich an das nächste. In der Schnittmenge aus Stockholm-Death, Black und Thrash Metal schaffen es Cryptic Wintermoon, sich nicht zu wiederholen. Sie bleiben spannend, überraschend, aber stets eingängig. "Down Below" ist eine großartige Uptempo-Hymne und mit "One Of Your Sons Is Coming Home" hat es auch wieder eine dieser Wintermoon-typischen "Balladen" in der Tradition von "Angels Never Die" oder "Grave Without A Name" in die Setlist geschafft. "Hellstorm Infantry", ein flotter Thrasher, holt den Hörer sogleich zurück auf den blutgetränkten Boden der Kriegsrealität. Nach etlichen Blastattacken und großen Melodien erwartet uns gegen Ende eine Coverversion von Freddy Quinns sehnsuchtsvollem Nummer-1-Hit "Hundert Mann Und Ein Befehl", ein Antikriegslied und die deutsche Interpretation von Barry Sadlers "The Ballad Of The Green Berets". Mal was anderes. Auch im finalen "The End" treffen wir wieder auf deutsche Verse, die dem Sound im Übrigen sehr gut zu Gesicht stehen.

Mit Kriegslärm aus Gewehrsalven und abgeworfenen Fliegerbomben, zuletzt militärischer Trompetenmusik, findet die Angst ein Ende. Was soll ich zu diesem Album weiter sagen? Kompliment, gut gemacht! Wegtreten!

Dagger

5 von 6 Punkten


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