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Stahlmann - Herzschlag (EP)

Stahlmann - Herzschlag (EP)
Stil: Industrial Metal
VÖ: 21. August 2009
Zeit: 12:58
Label: Roughtone Records
Homepage: www.stahlmann.tv

Erst im letzten Jahr ins Leben gerufen, machen sich die Göttinger auf, die Welt im Sturm zu erobern. Als erstes musikalisches Lebenszeichen erschien vor kurzem diese vier-Track-EP, die eine gute Duftmarke hinterlässt.
Stahlmann haben sich dem treibenden, mit allerlei elektronischen Spielereien versehenen Metal verschrieben. Dachte ich mir beim ersten Hördurchlauf noch, dass sich die Jungs an Oomph! mit einem guten Schuss Rammstein orientieren, wird mit zunehmender Spieldauer der Vergleich zu Eisbrecher immer stärker.
Der Opener "Marschieren" ist in besagtem Tempo gehalten, die Drums treiben den Song in guter EBM-Manier stetig nach vorne. Während die Strophen noch etwas "normal" durch die Membrane kommen, kann der Song beim Refrain kräftig punkten. Eingängig und melodisch, so ist er gehalten. "Hass Und Liebe" hat danach jedoch aufgrund der Gitarrenarbeit etwas mehr Rammstein-Schlagseite. Viel ruhiger ist dagegen "Göttin" geworden, auf einem Keyboardteppich getragen ist der ruhige Sprechgesang während der Strophen, die ähnlich wie beim Opener in einem melodischen Refrain gipfeln. Das finale "Herzschlag" erinnert mich dagegen aufgrund des Aufbaus an "Herzdieb" von den bereits erwähnten Eisbrecher: ruhige Strophen und ein dafür umso intensiverer Chorus.
Die bereits erwähnten Bands sollen einen Anhaltspunkt darstellen und nicht den Eindruck erwecken, Stahlmann wären nur eine Kopie hiervon. Dafür wissen die Songs einfach zu gut zu gefallen. Doch muss man zugeben, dass die hier gebotene Mischung auch nicht neu ist. Die vom Label gestellte Frage, ob Stahlmann Rammstein beerben können, ist jedoch definitiv noch zu hoch angesetzt.
Auf der Kurzstrecke einer EP können Stahlmann also punkten, bleibt jedoch noch die Frage, ob dies auch auf der Langstrecke eines kompletten Albums funktioniert.

Ray

4 von 6 Punkten


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