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Raunchy - Wasteland Discotheque

Raunchy - Wasteland Discotheque
Stil: Melodic Death Metal
VÖ: 30. Juni 2008
Zeit: 54:06
Label: Lifeforce Records
Homepage: www.raunchy.dk

Dänemark boomt. Volbeat setzen zum Siegeszug durch Europa an, Mercenary veröffentlichen mit Architect Of Lies einen mehr als würdigen Nachfolger zu ihrem genialen The Hours That Remain und Illdisposed rücken mit dem Dampfhammer The Prestige die Verhältnisse im nordischen Death Metal-Sektor zurecht. Kaum dass man Zeit hatte dies alles zu verdauen, winken schon die Diskometalkönige Raunchy mit ihrem neuen Werk Wasteland Discotheque. Und wieder einmal bleibt uns hierzulande nichts anderes übrig als anerkennend zu nicken und den Nachbarn aus dem kleinen Land nördlich der Verkehrssünderdatei zu ihrem musikalischen Gespür zu gratulieren. Seit Kasper Thomsen und sein Gefolge mit Death Pop Romance ihren Lifeforceeinstand gegeben und damit gewaltig am Lack diverser Szenegrößen gekratzt haben, sind Raunchy endgültig ihren Status als Underdog bzw. Denmarks Best Kept Secret los. Die Mischung aus treibenden Death/Thrash-Geriffe und poppigen Synthiearrangements mit gehörigem Ohrwurmpotenzial trat bei Freunden moderner Metalklänge offene Türen ein und zog auch manchen Keyboardhasser in ihren Bann.

Zwei Jahre später hat sich an diesem Zustand nicht viel geändert. Auch auf Wasteland Discotheque verlassen sich die Dänen auf das bekannte Rezept: poppig angehauchte Melodien treffen auf brachiale Death/Thrash-Klänge sowie aggressiven Shoutgesang. Änderungen am klanglichen Erscheinungsbild wurden nur in homöopathisch verträglichen Dosierungen vorgenommen. So sind die Songs allgemein ein Stück härter ausgefallen und man verzichtet auf diverse Lollypopmelodien, die sich bei den Vorgängern noch in die Songs eingeschlichen haben. Nur in den Refrains sind die Jungs sich treu geblieben und verhätscheln die Ohren mit zuckersüßen Melodien. Da aber, wie schon gesagt, die Neuerungen minimal ausgefallen sind, stellt sich der bekannte Spaßfaktor umso schneller wieder ein. Songs wie "Somewhere Along The Road", "Showdown Recovery", "The Bash", "The Comfort In Leaving" oder der Titeltrack können auf Anhieb begeistern und laden förmlich zu ausladenden Hüpforgien ein. Leider können nicht alle Songs durchweg überzeugen, wodurch Wasteland Discotheque im direkten Vergleich mit dem Vorgänger das kürzere Ende für sich hat. Nichts desto trotz bringen Raunchy ein Album ins Ziel, auf dem sie ihre Stärken gekonnt ausspielen und sich keine Blöße geben. Mich würde es wundern, wenn sie damit keinen Erfolg hätten.

JR

5 von 6 Punkten


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