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Blinded Rain - Destination Unknown

Blinded Rain - Destination Unknown
Stil: Heavy Gothic Rock
VÖ: 23. April 2008
Zeit: 42:51
Label: Fireburn Records
Homepage: -

Dass die nordischen Länder aus einem schier nie zu endenden Fundus an Musikern schöpfen können ist ja schon hinlänglich ausreichend bekannt. Es stellt sich eigentlich nur noch die Frage woher genau. Heute ist mal wieder Finnland an der Reihe. Dabei handelt es sich um das Trio Leonard (Drums), Günther (Bass) und Kaide (Vocals, Gitarre und Keyboards), die unter dem Namen Blinded Rain nun zusammen musizieren.

Da nach nur einem Album (Time? aus dem Jahre 2004) sich meistens die Frage stellt wohin die weitere Reise geht ist der Albumtitel Destination Unknown gar nicht mal so schlecht gewählt. Als Einstieg dient eine düstere Atmosphäre, die mit den Worten "Tasteless water from the warming snow..." beginnt um sich schließlich zu einem Riffmonster auszuweiten, das sich in einem gefälligen, tanzbaren und eingängigen Refrain festbeißt. "Sandcastle Star" heißt der Song und ist wirklich gut gelungen, genauso wie das hart rockende "Not Your Hero" mit hymnenhaften Refrain und flächendeckendem Keyboard. Mit viel Groove und ordentlicher Härte kommt "In The Veil Of Twilight" daher. Ein ruhiger Anfang wurde für "Last Dance Till The Dawn" gewählt, aber auch hier werden nach einer gewissen Zeit die Riffs ausgepackt. Wäre eigentlich gar nicht mal übel, nur gibt es leider ein Problem. Die Songs sind im Großen und Ganzen (zu) ähnlich strukturiert, was leider ein bisschen zu Lasten der Abwechslung geht. Natürlich gibt es auch Ausnahmen wie das recht heftige "Fragile", die tolle Halbballade "Queen Of Silence" und "Romance In The Cruelty", bei dem sich Kaide die Lead Vocals mit Kaisa Saari teilt, die bei mehreren Lieder als Background-Sängerin mitträllern darf.

Instrumental gibt es nichts zu bemängeln und auch Sänger Kaide macht seine Sache ganz ordentlich. Es ist bestimmt nicht der beste Sänger, aber mit seiner rauen und tiefen Stimme, die eine Wärme ausstrahlt und somit auch Charisma, kann er durchaus punkten. Die Produktion ist klar und trocken gehalten und passt somit ganz gut. Blinded Rain verknüpfen Elemente aus Hard Rock, Metal und Gothic Rock zu einem großen Ganzen, das schon nicht schlecht ist, aber leider auch nicht zu sehr aus der Masse raussticht. Am Besten vielleicht mal selbst auf der Homepage vorbeischauen und nachhören.

Andi

3 von 6 Punkten


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