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Ashura - Legacy Of Hatred

Ashura - Legacy Of Hatred
Stil: Death Metal
VÖ: 09. November 2007
Zeit: 58:57
Label: Thundering Records
Homepage: -

Na, das nenne ich mal Zufall. Da komme ich seit Wochen nicht zum reviewen der aktuellen Scheibe von Ashura und dann sehe ich sie doch glatt im Vorprogramm von Massacre! So konnte ich zumindest schon mal einen Vorgeschmack auf den Sound der Franzosen bekommen und mich innerlich auf die CD einstellen. Der Live-Auftritt war, sagen wir mal, erträglich, nicht wirklich schlecht, aber hat mich auch nicht vom Hocker gerissen. Und genauso geht es mir mit dem Silberling: Nicht abgrundtief mies, aber auch nicht weltbewegend.
Ashura machen Death Metal mit einer gehörigen Portion Hardcore, eine Mischung, die zur Zeit ziemlich en vogue ist. Aber gerade, weil in diesem Feld im Moment so viel los ist, muss man schon was Besonderes beten, um aus der Masse herauszustechen. Und das gelingt Ashura leider äußerst selten. Zwar ist alles, was in dieser Musiksparte zum Standard gehört, auch hier vorhanden: Viele Breaks, das typische Wechselspiel zwischen keifenden und grunzenden Vocals, aggressive Riffs und was weiß ich noch alles. Aber leider wird es auch nur auf Standardniveau angeboten. Die Rhythmussektion würde ich mal als solide bezeichnen, den kreischenden Sangesstil ebenfalls. Das Grunzen allerdings hätte der gute Mann am Mikrofon doch jemandem überlassen sollen, der sich damit auskennt, das wirkt nämlich nicht gekonnt, sondern nur gewollt. Und da Kunst von "können" kommt (käme sie von "wollen", hieße sie Wulst), kann ich hier das Prädikat Kunst nicht vergeben. Die wenigen cleanen Gesangspassagen sind dafür ganz erträglich, da habe ich schon Schlechteres gehört. Ein paar ganz erträgliche weibliche Vocals sind an manchen Stellen eingewoben und lassen sich ebenfalls ganz gut anhören, ohne einen vom Hocker zu reißen. Die Gitarren dagegen können zumindest an den melodischeren Stellen mit gelungenen Leads überzeugen, beim Riffing allerdings wird wieder Normalkost dargeboten. Ähnlich geht es mir bei den Songs: Die heftigeren Stücke hinterlassen keinerlei bleibenden Eindruck, während die etwas getrageneren Songs (z.B. der Titeltrack) durchaus zu gefallen wissen.
Die Produktion des Rundlings ist ganz ok, ein bisschen arg scharf und schneidend kommt mir die Mucke manchmal vor. Schlimm allerdings isses nicht, Schmerzen werden dadurch nicht verursacht. Aufgebaut ist die CD ganz nett, bei einer Gesamtspielzeit von fast einer Stunde bleibt genug Raum, um ein paar Zwischenspiele einzustreuen, ohne sich den Vorwurf machen lassen zu müssen, mit Füllmaterial zu arbeiten. Dafür gibt's aber wiederum Stellen, an denen die Breaks mächtig in die Hose gehen. Entweder habe ich überhaupt kein Rhythmusgefühl oder die Gallier verspielen sich da einfach.
Schade um den schicken Aufbau des Werkes, aber für eine wirklich gute Wertung bleibt der Silberling zu gesichtslos und für eine halbwegs positive Einschätzung gibt es hier zu viele handwerkliche Fehler. Immerhin retten die paar guten Stellen zusammen mit dem durchaus zu erkennenden Konzept die CD vor einem völligen Verriss. Trotzdem bleibt für die Herren aus Baguettanien noch eine Menge zu tun, wollen sie bleibenden Eindruck hinterlassen.

Hannes

3 von 6 Punkten


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