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Finsterforst - Weltenkraft

Finsterforst - Weltenkraft
Stil: Folk-Black Metal
VÖ: 23. Juli 2007
Zeit: 77:11
Label: Heavy Horses Records
Homepage: www.finsterforst.de

Tja, wie man sich doch täuschen kann, zumindest in mancherlei Hinsicht. Ein Blick auf das Cover und man wusste (fast) sofort, um welche Musikrichtung es sich handeln muss. Ein zweiter Blick dann auf die Songtitel, die u.a. auf "Von Glorreichem Schmerz", "Weinende Ruinen" oder "Traumwald" lauten., ließ mich auf Black Metal der Marke Nocte Obducta schließen. Und hier könnte ich falscher nicht liegen.
Zwar spielen Finsterforst Black Metal, doch eher in die folkig angehauchte Richtung. Somit scheidet Nocte Obducta schon mal ganz aus. Vielmehr seien hier Finntroll, Turisas und Equilibrium als Vergleiche zu nennen, wobei eine gelungene Mischung aus folkloristischer Heiterkeit a la Finntroll/Turisas und den heißeren Screams der Marke Equilibrium den berühmten Nagel auf den noch berühmteren Kopf trifft.
Die Band aus Schwaben existiert nunmehr seit rund drei Jahren und nach einer EP (Wiege Der Finsternis, 2006) legt man nun mit Weltenkraft das erste offizielle Album vor.
Wie bereits erwähnt erwartet den Hörer eine durchaus gelungene Mischung aus Folk und Black Metal. Damit erfinden Finsterfort zwar das berüchtigte Rad nicht wirklich neu, doch eines kann und muss man der Mucke attestieren: sie macht einfach Laune. Das liegt zum einen an der Unbekümmertheit, die hier an den Tag gelegt wird, nichts wirkt hier gezwungen oder aufgesetzt. Zum anderen haben die Jungs ein Gespür für griffige Melodien, die sofort ins Ohr gehen und sich dort festkrallen. Die Songs sind allesamt sehr variabel aufgebaut, mal verträumtes Midtempo, mal Uptempo, zu dem man prima das Tanz- oder Moshbein schwingen könnte, dann wieder wird mächtig Gas gegeben. Auch das ein oder andere melodische Riff ist hier auszumachen, dass so mancher Power-Metal-Band gut zu Gesicht stehen würde.
Von den deutsch gehaltenen Texten bekommt man hingegen aufgrund der keifenden Black Metal Vocals eher wenig bis gar nichts mit, was eigentlich schade ist, zumal mir auf vorliegender Promo diese ebenfalls nicht vorliegen. Was ebenfalls positiv zu bewerten ist, dass Finsterforst mit Johannes Joseph einen Akkordeon-Spieler aus Fleisch und Blut in ihrem Reihen haben, ist ja angesichts der oftmals eingesetzten Keyboards auch keine Selbstverständlichkeit mehr, auch wenn andere, bekanntere Truppen dies auch vermelden können.
Jedenfalls haben wir mit Weltenkraft ein durchwegs gelungenes Debut aus Schwaben zu verzeichnen, das sich Freunde der bereits genannten Vergleichbands ohne Bedenken zulegen können, zumal hier wirklich Value (Spielzeit) für Money geboten wird.

Ray

5 von 6 Punkten


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