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Review

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Sonata Arctica - Unia

Sonata Arctica - Unia
Stil: Melodic Power Metal
VÖ: 25. Mai 2007
Zeit: 58:34
Label: Nuclear Blast
Homepage: www.sonataarctica.info
MySpace: www.myspace.com/sonataarctica

In den Ohren noch Mitgröhler wie "Broken" oder Titel, die live nahe an die Totalerschöpfung heranführen, wie "San Sebastian" oder "Wolf & Raven", die durch ihre eingängigen Riffs und Melodielinien zu überzeugen wissen, sind die Erwartung an den neuen Silberling aus Finnland entsprechend hoch. Können sie erfüllt werden?

Bereits der Opener "In Black And White" erzeugt widersprüchliche Gefühle. Bombastisch, schnell, hart einerseits. Alles wie es sein soll, wie man es erwartet. Andererseits vermisst man aber sehr schnell die eingängigen Passagen, die Refrains, die sich in den Gehörgang brennen, Riffs, die einen noch lange begleiten. Das ganze Album ist deutlich verspielter, komplexer, was sich auch daran feststellen lässt, dass das gängige Strophe-Refrain-Schema nur selten zu finden ist. Die Herren Kakko, Liimatainen und Co. bewegen sich in deutlich progressiveren Bahnen, als man auf Grund der vorhergehenden Scheiben erwarten konnte. Dies eröffnet sich immer mehr, je weiter man die Scheibe anhört. Ruhige Passagen wechseln mit schnelleren Passagen ab, die üblichen Sonata Arctica-Melodien werden von Queen-ähnlichen und gelegentlich auch Nightwish-angehauchten Passagen ergänzt. Besonders "The Harvest" gilt es hier anzusprechen, das als komplexestes, progressivstes Lied dargeboten wird. Auch der durchgehend von Mehrstimmigkeit geprägte Gesang ist in dieser Form ungewohnt. Die Ballade "Good Enough Is Good Enough" hat durch ein sehr musicalgeprägtes Flair ein neues Gesicht erhalten, ist aber dennoch durch den klaren, angenehmen Gesang noch recht nahe an Balladen wie "Tallulah". Wenn die Entwicklung so weiter gehen wird, bildet sich hier eine weitere Progressive-Band im Metal-Bereich.

Nein, die Erwartungen werden sicherlich nicht erfüllt. Zumindest dann nicht, wenn man eine Scheibe in der Form von Silence oder Reckoning Night erwartet. Es fehlt dafür der rote Faden, der durch die einzelnen Stücke führt. Es ist ein anderes Sonata Arctica, bei dem die Entwicklung in neue Bereiche nicht geleugnet werden kann, dafür sind die Veränderungen zu deutlich.

Zu was soll man also raten: Kaufen, nicht kaufen? Wer ein typisches Sonata Arctica-Album erwartet, wird enttäuscht sein. Die Unterschiede sind einfach zu groß. Wer keine Lust mehr auf eintönigen Melodic Metal hat und gerne ein wenig Abwechslung in seiner Musik findet, der sollte zugreifen. Die Scheibe ist gut, sogar sehr gut. Hochprofessionell, angefüllt mit exzellenten Ideen, sehr guten Riffs und Melodien, sehr viel Abwechslung, ausreichender Härte und ansprechenden, ruhigeren Passagen. Nur ist es eben nicht das gewohnte Sonata Arctica...

Sophos

5 von 6 Punkten


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