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Metalium - Chapter Six: Nothing To Undo

Metalium - Chapter Six: Nothing To Undo
Stil: Power Metal
VÖ: 26. Januar 2007
Zeit: 44:02
Label: Massacre Records
Homepage: www.metalium.de

Metalium beehren unsere schnöden Hallen dieser Tage gleich mehrfach: zuletzt mit der DVD-Publikation Metalian Attack - Part Two, in der man unsere Helden in Wort und Bild verfolgen kann. Und nun auch noch mit ihrer aktuellsten Studio-Scheibe, die wieder einmal zeigt, dass es auch im Metal schick ist, Kapitel zu haben. Was Thomas Mann und Jason Voorhees können, können wir schon lang: da bringen Hammerfall ihr Chapter V unter die Leute, und die Recken von Metalium legen noch einen drauf.
Im Kapitel Sechs ihres Schaffens ändert sich vielleicht die Zahl, aber nicht die Gangart: die Hamburger feuern nach wie vor Power Metal der ganz klassischen Prägung, wie sich das für eine deutsche Kapelle ja eigentlich auch gehört. Dabei wandeln die Herren um Basser Lars Ratz gekonnt den schmalen Grat (das Buch hat übrigens auch viele Kapitel) zwischen Vergangenheitsverliebtheit und Zukunftsorientierung: die 80er leben natürlich wild auf in diesen Songs, die aber nie verstaubt oder liegengeblieben wirken. Ausgestattet mit einer satten Produktion, legen die Hanseaten fette Riffs vor, die ordentlich in den Giebeln der Speicherstadt krachen. Dabei variiert der Tachometer von Mid-Tempo-Passagen bis hin zu Speed-Attacken - und wenn's drauf ankommt, im gleichen Stück wieder zurück. Die Ahaaa-Sangeslinien dürfen ebenso wenig fehlen wie die Hoppelpassagen ("Spirits"), dann geht's wieder getragener und grooviger zur Sache ("Mental Blindness"). Was nie fehlt, sind eingängige Refrains und eben der typisch deutsche Vibe, der von Accept über Helloween bis Running Wild einfach irgendwie unverkennbar ist. Dass hier die musikalische Welt nicht neu erfunden wird, ist klar - aber Genre-Freunden wird hochwertiges Material geboten.
Wie so oft auf ihren Alben packen Metalium zum guten Schluss auch hier noch ein durchaus mutiges Cover drauf - hatte man sich in der Vergangenheit ja schon an "Smoke On The Water" versucht, attackieren die Jungs nun ein weiteres großes Kaliber: mit "Show Must Go On" von Queen kann man so einiges verkehrt machen. Immerhin braucht man nicht viel Phantasie, um hier das Vermächtnis von Freddie himself herauszulesen, das er ja sehr bewegend inszeniert hat. Und wenn Shouter Henning Basse dem großen Meister das Wasser natürlich nicht im Becher nachtragen kann, ziehen sie sich hier recht gut aus der Affäre. Aber die Frage muss erlaubt sein, warum das genau nötig ist - dass sie ihr Handwerk verstehen, zeigen sie auch schon auf den neun Songs vorher.
Ach ja: die Scheibe kommt übrigens mit sage und schreibe 40 Metalium-Klingeltönen unter dem Motto "Metal Up Your Mobile". Na das ist doch löblich. Dann kann also Metaliana demnächst in der U-Bahn ringen.

Holgi

5 von 6 Punkten


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