10 Headbänga online
Reviews (10297)
Navigation
Artikel des Tages
Review:
Vision

Interview:
Chaoswave

Live-Bericht:
Beyond The Void

Video:
Dope Stars Inc.
RSS RSS
Atom Atom
 

Review

CDs von Keenants kaufenZur Druckversion dieses ArtikelsDiesen Artikel als PDF speichern

Keenants - Let's Start From The Beginning

Keenants - Let's Start From The Beginning
Stil: Modern Metal
VÖ: 14. November 2005
Zeit: 47:53
Label: Casket Records
Homepage: www.keenants.it

Aus Italien kommen sie, die Jungs von Keenants, und werfen nach einer EP im letzten Jahr (Revelations) nun ihr erstes vollwertiges Album unters Volk. Darauf enthalten ist ein etwas mehr als 45 Minuten langer Misch aus Rock, (Nu-)Metal, Hardcore und Alternative mit einem im Hardcore verwurzelten Gesang, der hier und da aber einige wilde Ausritte in Richtung HipHop unternimmt. All das hört sich jetzt aber gar nicht mal so schlimm an, wie es sich vielleicht liest, denn das Ergebnis klingt stellenweise wie eine Mischung aus Korn, P.O.D. und System Of A Down mit einem guten Schuss Linea 77.

Somit sollten eigentlich die besten Voraussetzungen für kurzweilige Unterhaltung gegeben sein. Dass dem aber leider nicht so ist, liegt hauptsächlich an der Tatsache, dass die Produktion den Songs zu viel Biss genommen hat und der musikalische Unterhaltungswert einer fast schon konstruiert wirkenden Radiotauglichkeit untergeordnet wurde. Dies wird vor allem an den Gesangslinien deutlich. Hier wird oft mit Harmonien und getragenen Passagen gearbeitet, die absolut nicht zum Rest des jeweiligen Liedes passen wollen und einfach nur kalkuliert und gekünstelt wirken. Und auch bei der Gitarrenarbeit, die sich auf eine Handvoll Power Chords beschränkt und dadurch nicht gerade vor Originalität sprüht, wird man den Eindruck nicht los, dass mehr drin gewesen wäre, wenn die Jungs nur wüssten, was sie denn wollen.

So bleiben wir auf einem Album sitzen, welches einen relativ unausgereiften Eindruck hinterlässt und eine Band zeigt, die wohl noch mitten in ihrer Selbstfindungsphase steckt. Dass durchaus Potenzial vorhanden ist, beweisen die wirklich gelungenen Tracks "Ride On The Grind", "Ever Winter Sky" und "Not A Word", auf die sich aufbauen lässt. Momentan gewinnt der Fünfer mit der hier vorliegenden Leistung aber noch keinen Blumentopf.

JR

2 von 6 Punkten


© www.heavyhardes.de