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Review

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Cannibal Corpse - Kill

Cannibal Corpse - Kill
Stil: Death Metal
VÖ: 24. März 2006
Zeit: 42:17
Label: Metal Blade
Homepage: www.cannibalcorpse.net
MySpace: www.myspace.com/cannibalcorpse

Genauso, wie man nach der Blase alter Männer seine Uhr stellen kann, kommt im Regelfall alle zwei Jahre im Frühling eine neue Cannibal Corpse. Und im Regelfall gibt es nie besonders viele Neuerungen oder Änderungen am Corpseschen Death Metal (TM) zu vermelden. Cannibal Corpse haben nun mal ihr Rezept und das geht auch beinahe immer auf.

Aber nanu, ein bisschen was hat sich doch getan.

Seien wir mal ehrlich, auf dem Gebiet des Songwritings hat sich bei Corpse seit Bloodthirst nicht viel verändert, und die ist vor sieben Jahren erschienen. Aber durch den Ausstieg von Gründungsmitglied Jack Owen und die Rückkehr von Ex-Gitarrist Rob Barrett, der bekanntermaßen in den letzten Jahren bei Malevolent Creation tätig war, kam doch ein wenig frischer Wind dazu. Barretts Song "Barbaric Bludgeonings" zählt mit seinem brutalem Groove und leicht thrashigem Charme locker zu den besten Tracks auf Kill, der Rest weiß weniger zu überraschen. Schlecht ist das Material natürlich nicht, dafür wissen Cannibal Corpse zu gut wie's gemacht wird, aber letzten Endes ist es doch nichts wirklich Neues. Lieder wie "Make Them Suffer", "Necrosadistic Warning" oder "Maniacal" sind derart typisch Corpse, dass einem fast die Tränen kommen. Manche wird's freuen, ich persönlich hätte mir von einer stilprägenden Band wie eben dieser doch auch mal wieder etwas Neues erwartet. Sogar an der (nach wie vor natürlich gut gelungenen) Produktion hat sich nichts geändert, obwohl sie diesmal nicht von Neil Kernon, sondern von Erik Rutan übernommen wurde.
Das macht das Album natürlich nicht unhörbar oder mies, aber irgendwo scheint doch die Luft raus zu sein. Für den gelegentlichen Durchlauf ist Kill mehr als zu gebrauchen, aber vom Hocker reißen mich Cannibal Corpse im 18. Jahr ihres Bestehens nicht mehr. Ausnahmen: das genannte "Barbaric Bludgeonings", "Murder Worship" mit seinem coolen Mittelpart und das geile Instrumental "Infinite Misery", das zwar nicht ganz an das unsterbliche "From Skin To Liquid" von Gallery Of Suicide heranreicht, aber trotzdem eines der Highlights auf Kill ist.
Unterm Strich zwar keine Katastrophe, aber eben auch nur "ein weiteres" Cannibal Corpse Album.

Zur limitierten Erstauflage gehört neben einem schicken Digipak auch die im April 2004 in Strasbourg aufgenommene "Hammer Smashed Laitere"-DVD, die erfreulicherweise massenhaft Material der ersten drei Alben beinhaltet. Hier scheint sich in Deutschland offenbar die Gesetzeslage geändert zu haben, denn die indizierten Songs werden bekanntlich inzwischen auch hierzulande wieder live präsentiert. Auch der Rest der Setlist weiß zu überzeugen, da nur die besten Songs der jeweiligen Alben herangezogen wurden; Füller gibt's also zum Glück keine. Die Soundqualität ist gut, das Bild dürfte DVD-Liebhabern und HDTV-Junkies aber vermutlich nur ein Kopfschütteln entlocken, geht für eine Bonus-DVD aber absolut in Ordnung. Schade nur, dass der Gehirnheld, der für das Licht verantwortlich war, ausschließlich Rot beleuchtet hat...

Erinc

4 von 6 Punkten


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