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Hanoi Rocks - Another Hostile Takeover

Hanoi Rocks - Another Hostile Takeover
Stil: Sleaze Rock
VÖ: 25. November 2005
Zeit: 47:55
Label: Demolition Records
Homepage: www.hanoirocks.com

Hanoi Rocks sind Heavyhardes-Lesern als Special Guest vom letztjährigen Bang Your Head!!!-Festival bekannt. Die Band wurde dort nicht besonders freundlich aufgenommen; den meisten war der Glamrock der 1980 in Finnland gegründeten Band eher suspekt und gekannt hat sie auch kaum einer. Anscheinend haben sie jedoch bei diesem Auftritt Blut geleckt, denn sie legen nach sehr langer Zeit ein neues Album vor: Another Hostile Takeover heißt das gute Stück, mit dem die Rückkehr der Sleaze-Rock-Helden glatt gelingen könnte.

Eine eigene musikalische Identität sucht man (oder zumindest ich) auf dieser CD vergebens; jedoch sind 13 exzellente Hardrock-Perlen enthalten, die zusammen ein sehr, sehr hochwertiges Album ergeben. Nach dem sehr kurzen Blubber-Intro melden sich Hanoi Rocks mit "Back In Yer Face" eindrucksvoll zurück und vereinen alle ihre Stärken: Die charismatische Stimme von Sänger Michael Monroe, die in fetzigen Melodien mit schönen Chorsätzen hervorragend zur Geltung kommt und die unbekümmerte Gitarrenarbeit, die sofort zum Mitwippen anregt. Unkompliziert, frech, einfach gut.
Bemerkenswert ist die hervorragend gelungene Mischung des Materials: Es gibt einige gute, aber altmodische Rocker ("Back In Yer Face", "Reggae Rocker", "Better High"), aber das Album überrascht mit Gegensätzen: "The Devil In You" ist sehr modern gehalten, dagegen kommt "Love" gleich darauf wie ein Elvis-Song aus den Fünfzigern daher. "Talk To The Hand" könnte einer der besseren Songs von Aerosmith sein. "No Compromise, No Regrets" ist ein Midtempo-Rocker mit absolut herzzerreißenden Melodien. Auch "You Make The Earth Move" ist ebenfalls ein Höhepunkt des Albums: Ein tolles Liebeslied mit Schmiss. Bei "Centre Of The Universe" kommt das berühmte Monroesche Saxophon wieder zu Einsatz, so dass die Trademarks von Hanoi Rocks gewahrt bleiben. Der Bonus-Track "Heaven Is Gonna Be Empty" schließt das Album mit spaßigem Rock'n'Roll ab.

Insgesamt ein verdammt gutes Album, das nur durch die Standard-Tracks die Höchstnote verhindert.

Kara

5 von 6 Punkten


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