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Ostara - Immaculate Destruction

Ostara - Immaculate Destruction
Stil: Gothic Rock
VÖ: 23. September 2005
Zeit: CD1 43:26 - CD2 34:18
Label: Trisol
Homepage: www.ostara.net

Meine Güte, was für ein beschissenes Album! Da ich gar nicht weiß, wo ich zum Schimpfen anfangen soll, mach ich's am besten systematisch.
Das Album ist ziemlich edel als Doppel-CD aufgemacht; elegantes Schwarz mit künstlerischem Cover und blutrotem Schriftzug lassen schon mal an "Gothic" denken.
Gleich beim ersten Track "Compassion From Above" bestätigt sich die Erwartung "Gothic Rock" und wird gleich ergänzt: "Gothic Rock mit extrem schlechtem Sänger". Der Typ, Richard Leviathan mit Namen, hat absolut keine Singstimme und trifft gerade einmal die Töne. Zu dumm, dass er gleichzeitig auch Hauptsongwriter und somit für fast alle der insgesamt elf Songs verantwortlich ist.
Die Lyric der Texte bewegt sich dabei auf dem Niveau eines Zweitklässlers. Leviathan hat eine unheimlich anmutende Begeisterung für die mindestens achtmalige Wiederholung von Bridges und Refraintexten, die einem recht schnell ziemlich auf den Senkel geht. Dies wäre jedoch nicht so schlimm, wenn die Musik davon ablenken und den Hörer auf eine gothic-düstere Reise mitreißen würde. Aber weit gefehlt. Simpelste Melodien herrschen vor, und sogar die werden in mehreren Songs verwendet. Einfallslos bis zum Geht-nicht-mehr. Die Lieder sind so simpel aufgebaut, dass jeder Anfänger nach sechs Wochen keine Schwierigkeiten mit dem Nachspielen hätte, und zwar auf jedem Instrument. Die Gitarren spielen Fingerübungen, das Schlagzeug beschränkt sich auf einfachstes Bumm-Tschak. Von raffinierten Songstrukturen, überraschenden Wendungen oder intelligentem Songwriting keine Spur.
Der beste Song auf CD1 ist "The Bridge", was wohl daran liegt, dass er nicht von Leviathan geschrieben wurde.

Auf CD2 befindet sich ein Track namens "Butterfly Dance", der aufgrund exzessiven Elektro-Spielzeug-Einsatzes an neuere Samael erinnert, aber deren Klasse zu keinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise erreicht. Der Rest von CD2 besteht aus Alternativversionen von Liedern, die man schon von CD1 kennt. Beispielsweise wird die Ballade "Story Of Lament", die im Original auf CD1 schon todlangweilig ist, zusätzlich in einer Acoustic Version noch mehr verlangweiligt. Von diesen Acoustic Versionen gibt's mehr und ihr großer Nachteil ist, dass Leviathans Stimme noch mehr im Vordergrund steht als eh schon. Nicht schön. CD2 ist somit völlig überflüssig. CD1 an sich auch.

Zum Schluss noch einer meiner Lieblingstexte:
I suffer you
You suffer me
You suffer me
I suffer you
You suffer you
I suffer me

Sowas kann man nur im Suff ertragen. Prost!

Kara

1 von 6 Punkten


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