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Review

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Re:Aktor - Zero Order

Re:Aktor - Zero Order
Stil: Industrial Electro Metal
VÖ: 29. September 2003
Zeit: 41:34
Label: Nuclear Blast
Homepage: -

Fusionen zwischen Metal, Industrial und Elektronik gab es in der Vergangenheit genügend. Als neuere Vertreter seien hier bloss Static-X, Rob (White) Zombie und Fear Factory genannt. Trotzdem werden Re:Aktor in der Labelinfo als (natürlich) revolutionär und "ground-breaking, state of the art modern metal machine" beschrieben. Die restlichen Höhenflüge erspare ich mir und euch und bilde mir lieber selbst eine Meinung.

Dass meine Meinung letztendlich nicht so euphorisch ausfällt, wie vom Label gewünscht, ist nicht darauf zurückzuführen, dass uns Re:Aktor hier schlechten Stoff servieren - im Gegenteil. Aber revolutionär ist hier halt nichts und auch einen Durchbruch wird man mit "Zero Order" kaum erzielen. Dazu orientiert man sich zu stark an Bekanntem und schafft es nur selten, wirkliche eigene Akzente zu setzen, die die Scheibe revolutionär machen würden. Man höre nur das von Rammstein geklaute Riff bei "Stellarator" und bei "Sektor X-Lr 8" und den an Die Krupps angelegten Gesang bei "Disclosure". Nönö Leute, revolutionär ist hier gar nix - aber schlecht halt auch nicht. Wer also industriellem Metal gegenüber nicht vollständig ablehnend gegenüber steht, sollte bei Re:Aktor auf jeden Fall ein Ohr riskieren. Richtige Ausfälle gibt's, das abschliessende "Out There" mal ausgenommen, eigentlich nicht. Als Anspieltip sei mal "Impact" genannt, welcher es dank eingängigem Riff und Chorus zumindest zum Clubhit bringen könnte.

Die Produktion war ihr Geld wert, kommt meiner Meinung nach aber etwas "klinisch", was bei Industrialmetal eher die Regel ist. Wenn man es bei der nächsten CD noch schafft, ein paar wirkliche Hits dazwischenzuschmuggeln und auch noch die oberdämlichen Pseudonyme weglässt ([Nexion], Ca2, R.A.D. und D-Void), klappt's mit Sicherheit auch mit dem Durchbruch.

Andreas

5 von 6 Punkten


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