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Beyrevra - Echoes: Vanished Lore Of Fire

Beyrevra - Echoes: Vanished Lore Of Fire
Stil: Pagan Metal
VÖ: 29. Februar 2024
Zeit: 53:07
Label: Trollzorn
Homepage: www.facebook.com/BeyrevraOfficial

Echoes: Vanished Lore Of Fire ist das Debüt des bayerisch-fränkischen Kollektivs Beyrevra, dessen stilistische Ausrichtung man ohne allzu große Umschweife dem Pagan Metal, wie er um die Jahrtausendwende herum gerade hierzulande in voller Blüte stand, zugeordnet werden kann. Man darf sich also auf einen Mix aus melodischem Death und Black Metal freuen, der (zum Glück) völlig befreit von pathetischen Klargesängen oder Schunkelrhythmen sein Weg durch den dichten Wald gleichgesinnter Kapellen sucht.

Dabei agieren Beyrevra streckenweise ganz schön vehement und tendieren beinahe hin zu raubeinigen Gesellen wie Necrophobic oder Naglfar, wann immer das Liedgut mit einem schwarzen Anstrich versehen wurde. Im Großen und Ganzen überwiegt jedoch der melodisch gestrickte Death Metal das Geschehen und orientiert sich gerne mal am Treiben der erfolgreichen Kollegen von Amon Amarth. Melodieführung und Aufbau im Song "Fallen Son" und gerade das einleitende Riff zu "Beheading The Truth" erlauben keinen Disput über diesen verwandtschaftlichen Bezug!

Die Stärken der Band liegen definitiv im Wechselspiel aus Melodie und Aggression, welches durch den zweistimmigen Gesang, die atmosphärische Gitarrenarbeit und die zugänglichen Soli transportiert wird. Schnell, peitschend und hymnisch gerät das schwarz getünchte Finale mit "The Hermit's Torment" zu einem Highlight für all jene, denen es nicht kompromisslos und schwedisch genug sein kann, ehe die Akustikgitarre für einen versöhnenden Ausklang sorgt.

Echoes: Vanished Lore Of Fire beweist, dass all die gelegentlichen Animositäten und Frotzeleien unter den Stämmen der Franken und der Bajuwaren keine kreativen Barrieren bilden müssen. Mit ihrem Debüt haben Beyrevra eine solide Klinge geschmiedet, welcher wohl hier und dort noch der letzte Schliff fehlt, um sich durch eingangs erwähnten Wald eine Bresche zu schlagen. Aber die Band steht ja noch am Anfang und sollte von Genre-Fans definitiv unter Beobachtung bleiben!

Dagger

4 von 6 Punkten


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