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Under The Oak - Ripped Up By The Roots

Under The Oak - Ripped Up By The Roots
Stil: Thrash Metal
VÖ: 25. Juli 2021
Zeit: 58:17
Label: WormHoleDeath Records
Homepage: www.facebook.com/oakthrash

Bei den Kelten wurde unter einer Eiche bestimmt manch ein religiöses oder spirituelles Ritual zelebriert. Schließlich galten die Eichen damals als heilig. Dann kamen die Christen und haben die alten Bäume aus eben jenem Grund einen Stamm kürzer gemacht. Schließlich wird im Hier und Jetzt unter der Eiche erneut ein Ritual praktiziert - ein musikalisches um genau zu sein und zwar im norwegischen Fredrikstad!

Under The Oak spielen Thrash Metal im traditionellen Sinn und verarbeiten Elemente, wie man sie von Slayer, Flotsam & Jetsam oder auch Artillery her kennt. Während die recht melodischen Shouts, die von richtigem Gesang gar nicht mehr allzu weit entfernt sind, zwar sehr prägnant, auf Dauer aber auch ein wenig eintönig ausgefallen sind, liegt die Stärke der Band in ihrer Riffarbeit. Hier darf sich der Thrash-Lunatic nämlich auf feinste und scharf geschliffene Saitenarbeit freuen, die den Griff zur Luftgitarre unabwendbar macht. Wo das Gros der Stücke mit dem nötigen Temperament im Trab gehalten wird, behalten Under The Oak aber auch im Galopp die Zügel fest im Griff und lassen dann - eben typisch skandinavisch - sogar einen Hauch von Black Metal mit einfließen. "The Fountain" mit dezentem Immortal-Flair und das grimmig-kalte "Total Human Destruction", dessen eröffnendes Riff an Dissection denken lässt, seien hierfür als Beleg und Anspieltipp zugleich gegeben. Als persönlichen Favoriten würde ich hingegen das vergleichsweise zahm geratene "Wrath Of Nature" ins Feld führen, das nebenbei auch noch demonstriert, dass sich Under The Oak auf kein textliches Klischee festnageln lassen. Drum braucht man sich auch nicht zu wundern, wenn es neben einem typischen Thrash-Metal-Song der Marke "Terror & Violence" auch eine Nummer mit dem Titel "Butterflies & Unicorns" in der Liedliste zu finden gibt! Damit lässt sich vielleicht sogar der eine oder andere Gloryhammer-Fan zum Thrash Metal bekehren. Wer weiß?

Zum Abschluss ballern uns die vier Schergen mit "Pounding Metal" dann noch ein feines Exciter-Cover um die Ohren und fertig ist der amtliche Thrasher, der eigentlich schon im Jahr 2020 erstmals veröffentlich wurde und hierzulande offenbar erst jetzt beworben wird.

Dagger

4 von 6 Punkten


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