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Dead Quiet - Truth And Ruin

Dead Quiet - Truth And Ruin
Stil: Doom / Stoner / Retro Rock
VÖ: 11. September 2020
Zeit: 45:47
Label: Cargo Records
Homepage: www.facebook.com/pg/deadquietband

Die Anfänge des Heavy Metal enden in Vancouver, Kanada! Für die Songs auf ihrem dritten Album Truth And Ruin haben die fünf Überzeugungstäter von Dead Quiet erneut tief gegraben, um die Wurzeln aller heutigen Metal-Aktivitäten aufzuspüren, welche natürlich zurück in die 1970er Jahre führen. Schon das eröffnende Riff von "Atoned Deaf" gleicht einem Kniefall vor dem unverkennbaren Gitarrenspiel eines gewissen Herrn Tony Iommi und man kann an dieser Stelle einfach nicht umhin, einmal mehr den wahrhaft immensen Einfluss des Black-Sabbath-Masterminds auf fünf Jahrzehnte Rock- und Metal-Musik zu bewundern. Dead Quiet sind ja beileibe nicht die ersten und einzigen, die sich von der finsteren Spielart des Briten haben inspirieren lassen. Doch schon dieses erste Riff, das sich zwar anlehnt, dann aber auch schnell einen eigenen Weg findet, kommt so selbstbewusst und elegant daher, dass trotz gesättigtem Markt ein jeder Retro-Fan aufhorchen wird. Lange dauert es nicht, dann bringen Dead Quiet mit markanten Orgelklängen die Häuser Deep Purple und Uriah Heep ins Spiel und harte Gitarren erinnern an frühe Blue Öyster Cult und die Pionierarbeit, mit der Bands wie Judas Priest die New Wave Of British Heavy Metal losgetreten haben. Über all dem reaktionären Geschehen schwebt die emotionale Stimme von Frontmann Kevin Keegan, der zwischen klagendem Klargesang und hysterischen Screams den Wiedererkennungswert der Kanadier sicherstellt und die letzte Prise Salz in dieser ohnehin schon deftig gewürzten Metal-Ursuppe liefert.

Einzelne Titel hervorzuheben scheint schon deshalb schwer, da alle sieben Nummern zu fesseln wissen. Dem heftig groovenden Opener "Atoned Deaf" stellt das folgende "Forever Unsung" eine gewisse Leichtigkeit gegenüber, während der eindringliche Titeltrack "Truth And Ruin" wieder felsenfest im Doom verankert ist. Obwohl Dead Quiet den Härtegrad innerhalb der einzelnen Songs immer wieder gehörig nach oben schrauben, haben sie sich die heißesten und emotionalsten Klangauswüchse dann doch für das beinahe zehnminütige Finale aufgespart: in Sachen Dramatik und Enthusiasmus bildet "Cold Grey Death" den eindeutigen Höhepunkt des Albums.

Nach einer Dreiviertelstunde Spielzeit wird man festgestellt haben, dass Dead Quiet mehr sind als nur eine weitere Retro-Kapelle. Mit spielerischer Leichtigkeit erwecken die Kanadier den Vibe der 1970er zu neuem Leben, drücken den Songs aber einen eigenen Stempel auf, was vielen nachrückenden Genre-Kollegen nicht so recht gelingen will. Freunde ebenfalls herausstechender Bands, wie Ghost, Greta Van Fleet oder Graveyard, sollten daher unbedingt ein Ohr riskieren. Es lohnt sich!

Dagger

5 von 6 Punkten


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