11 Headbänga online
02.12.2020 Wird verlegt - Marduk
04.12.2020 Coogans Bluff
04.12.2020 The Disaster Area
05.12.2020 Eisregen
05.12.2020 Eisregen
06.12.2020 Mina Caputo & The Sad Eyed Ladies
Reviews (10198)
Navigation
Artikel des Tages
Review:
Shining

Interview:
Sieges Even

Live-Bericht:
Deep Impact Open Air

Video:
Nuclear Warfare
RSS RSS
Atom Atom
 

Review

CDs von Ages kaufenZur Druckversion dieses ArtikelsDiesen Artikel als PDF speichern

Ages - Uncrown

Ages - Uncrown
Stil: Melodic Black Metal
VÖ: 21. August 2020
Zeit: 42:57
Label: Black Lodge
Homepage: www.facebook.com/Ages.Sweden

Wenn das mal nicht der olle Sauron ist, der da auf einer Bastion seiner Festung steht und den Kopf hängen lässt, als ob er eine Vision davon hätte, dass am Ende der Kampf um Mittelerde kein gutes Ende für ihn nimmt. Ein schönes Cover-Artwork! Nur leider sind Motive aus Der Herr Der Ringe für die Gestaltung eines Metal-Albums anno 2020 in etwa so originell, wie seinen Kindern irgendwelche biblischen Vornamen zu geben. Die erste Vorahnung bestätigt sich schnell, denn Uncrown, das zweite (und vermutlich nicht von Elbenhand geschmiedete) Langeisen der schwedischen Schwarzmetaller von Ages, hat es sich nicht gerade zur Aufgabe gemacht, das Rad neu zu erfinden. Muss ja auch nicht sein, wenn das Resultat passt. Also versenken wir die aufkeimende Voreingenommenheit in den Totensümpfen der Emyn Muil und lauschen, was uns Ages so zu bieten haben.

Die neun Tracks auf Uncrown frönen dem melodischen bis symphonisch angehauchten Black Metal, wie er gegen Ende der 1990er landauf landab vom Stapel gelassen wurde, bis schließlich der unvermeidbare Overkill erreicht war. Dabei macht das Duo Andreas Olander und Daniel Beckman im Grunde alles richtig: die meist recht schnell vorgetragenen Kompositionen sind vollgepackt mit erhabenen Melodien aus klirrend kalten Gitarrenwänden, wo nötig werden die Synthesizer dick, aber nicht zu pathetisch aufgetragen und auch vor ruhigen, atmosphärischen Momenten schreckt man nicht zurück. Die Lyrics, die schlussendlich mit dem Herr Der Ringe doch nichts an der Krone haben, werden standesgemäß heiser herausgekrächzt, wirken dabei allerdings nicht sonderlich extrem, sondern passen sich eher den melodischen Strukturen an.

Ein ordentliches Album, das nach gut 40-minütiger Spielzeit trotz der Abwesenheit wirklich großer Highlights auf durchgehend gehobenem Niveau unterhalten kann. Für wen Black Metal auch eine "schöne" Seite besitzen darf, sind Ages sicherlich ein Reinhören wert: zum Opener "Burn Them", der die Marschrichtung von Ages auf Uncrown ganz gut repräsentiert, findet sich ein Lyric-Video im Netz

Dagger

4 von 6 Punkten


© www.heavyhardes.de