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Scars - Predatory

Scars - Predatory
Stil: Thrash Metal
VÖ: 07. August 2020
Zeit: 57:23
Label: Brutal Records
Homepage: www.facebook.com/scars.thrash

'In der Ruhe liegt die Kraft' ist wohl das Arbeitsmotto der brasilianischen Thrasher von Scars. Die Band besteht nämlich schon seit 1994, hat es in Sachen Veröffentlichungen dann aber tatsächlich recht ruhig angehen lassen. So ist das nun vorliegende Werk Predatory gerade mal der zweite Longplayer, neben zwei EPs und der ersten Split aus 1994. Fairer Weise muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass zwischen besagter Split und dem ersten Langeisen Devilgod Alliance satte vierzehn Jahre lagen. Außerdem hat sich die Truppe gleich darauf noch einmal eine Auszeit von zehn Jahren gegönnt, ehe das Live-Album Armageddon On Tour dann 2019 in die Regale kam.

Nach all den Ruhephasen geht es auf Predatory zum Glück aber doch recht flott und heftig zur Sache. Der Opener und zugleich Titeltrack "Predatory" zeigt auf, dass sich die fünf Recken aus Mooca, einem Stadtteil von Sao Paulo, ganz der alten Schule des Thrash Metal verpflichtet haben. Wegweisende Alben aus der Bay Area, insbesondere von Exodus und Testament, scheinen die Blaupause für die Gangart der Brasilianer geliefert zu haben. Daneben finden sich aber auch vereinzelte Links zu Thrash-Veteranen aus good old Germany, wie etwa Kreator oder Destruction. Dass sich im Riffing des Tracks "Predatory", der die Rücksichtslosigkeit des Menschen im Umgang mit seiner Umwelt an den Pranger stellt, dann auch ein paar Spuren von Metallicas "Blackened" eingeschlichen haben, verwundert also nicht weiter. Grundsätzlich gehen Scars ganz schön derb und akkurat zur Sache und offenbaren in der Gitarrenarbeit manch filigrane Momente. Wo "These Bloody Days" und "Ancient Power" das Gaspedal in Richtung Bodenblech treten, setzt "Sad Darkness Of The Soul" auf Groove und Melodie. Nach dem instrumentalen Zwischenspiel "The Unsung Requiem" inklusive Keyboards und Geisterstunden-Riffs wird dann aber erneut in feinster Old-School-Manier drauf los ge-thrasht. Wirkliche Aussetzer leisten sich Scars dabei zwar nicht, dennoch wirkt die Mucke auf Dauer recht einheitlich und echte Ausreißer nach oben will man eben auch nicht finden. Zudem besitzt Sänger Regis F. ein recht eigenwilliges und kauziges Organ, dessen belegt klingende Screams und Shouts womöglich nicht jedermanns Sache sind. Eine Stimme mit etwas mehr Charisma hätte hier und dort sicherlich noch etwas mehr aus den Songs rauskitzeln, am Ende aber doch nicht darüber hinweghelfen können, dass Scars von der ersten Thrash-Liga noch ganz schön weit entfernt sind.

Dagger

4 von 6 Punkten


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