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Iron Stream - Mystic (Re-Release)

Iron Stream - Mystic (Re-Release)
Stil: Technical Thrash Metal
VÖ: 22. November 2019
Zeit: 46:54
Label: Defense
Homepage: www.iron-stream.ru

Hierzulande sicher noch wenig oder gar nicht bekannt ist das russische Thrash-Urgestein Железный Поток, was ins Englische übertragen so viel bedeutet wie Iron Stream. Bereits 1988 legte die Truppe aus Krasnogorsk ihr Debütalbum vor und war bis zum Split Mitte der 1990er aktiv. Als 2003 schließlich Bandgründer Dmitri Kulikov verstarb, schien das Schicksal der Band besiegelt. Aber manchmal kommt es eben doch anders. 2015 entschlossen sich Gitarrist Aleksei Karpov und Sänger / Bassist Sergei Orkhimenko Iron Stream wiederzubeleben. Мистик (Mystic) ist das zweite Album seit diesem Neustart und wurde in Russland bereits 2018 veröffentlicht. Mit dem Re-Release versucht die Band nun auch zaghaft im europäischen Raum Fuß zu fassen und geht hierzu immerhin den Schritt, Albumtitel und Songtexte vom Russischen ins Englische zu übertragen, wobei das Bandlogo auch weiterhin in kyrillischer Schrift auf dem Cover sitzt.

Gut möglich, dass sich dieser Schritt auszahlt! Immerhin bieten Iron Stream eine technisch komplexe und kompositorisch sehr anspruchsvolle Interpretation des Thrash Metals, deren Fundament sicherlich auf Bands wie Slayer oder Testament zurückgeführt werden kann, in Summe aber doch eine Ecke vehementer vorgetragen wird. So nimmt die Brutalität auf Mystic beinahe epische Züge an und man bekommt den Eindruck, dass Iron Stream das musikalische Konzept von Behemoth ganz ohne Synthesizer von Death / Black in Thrash Metal übersetzt haben. Wo der eröffnende Titeltrack mit seinem fiesen Riff, einer unverkennbaren Verneigung vor Slayer, oder brachiale Nummern wie "Death Mystery" und "Dark Rivers" auf Highspeed alles kurz und klein hacken, erzeugt "Dark Lord" mit schleppenden Rhythmen eine unheilvolle Atmosphäre. Schließlich toben sich alle Beteiligten im rein instrumentalen "Xenomorph" nach allen Regeln der Kunst an den Instrumenten aus und zeigen, was sie auf dem Kasten haben. Als Bonus-Bonbon gibt's zum Schluss noch eine neue und alternative Fassung des Titeltracks, für die Gastsängerin Daria Pirozhkova von den Kollegen Mass Madness ins Boot geholt wurde. Man sollt's nicht glauben, aber mit der Dame am Mikro klingt der Track tatsächlich noch brutaler als das Original!

Eine interessante Scheibe, die es aus den unerforschten Gefilden östlicher Metal-Kultur zu uns geschafft hat! Wer damit leben kann, dass bei Iron Steam die technische Komponente schwerer wiegt als eingängige Strophen und Refrains, der sollte Mystic definitiv eine Chance geben.

Dagger

5 von 6 Punkten


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